Bericht 11. Spieltag VR

 

 

Bitterer Rückschlag für Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg: Im wichtigen, weil zukunftsweisenden Spiel gegen das bisherige Schlusslicht TV Rottenburg mussten Domenico Sanfilippo und seine Mannen eine schmerzhafte 7:9-Niederlage einstecken. Auch die Männer III und IV gingen in ihren Partien über die volle Distanz – mit vergleichsweise besserem Ausgang. Unumgängliche Niederlagen setzte es hingegen für die Männer V in der Kreisklasse sowie die Bezirksliga-Frauen.

„Wenn ich hätte wählen können, wäre ich lieber in meinen Einzeln als Verlierer vom Tisch gegangen und die Mannschaft hätte dafür gewonnen“, sagte Kristian Tomsic, Nummer drei des VfL Herrenberg, nach der bitteren Niederlage gegen die Rottenburger. Tomsic selbst spielte in seinen Einzeln am mittleren Paarkreuz groß auf, zwang unter anderem nach wenig aussichtsreichem 0:2-Satzrückstand Rottenburgs Peter Fischer noch in die Knie und gewann zudem gegen Igor Bazilyuk in vier Sätzen. Das Positivum am mittleren Paarkreuz wurde durch den Erfolg von Kapitän Max Hering (3:1 gegen Fischer) verstärkt, allerdings musste Hering trotz 2:0-Satzführung noch gegen Igor Bazilyuk passen. Insofern gelang es den beiden, die 1:3-Bilanz von Herrenbergs Spitzenspielern zu kompensieren. In den Toppartien war es einzig Domenico Sanfilippo, der gegen Rottenburgs Afrikaner Abass Ekun nach fünf Sätzen die Oberhand behielt. Ein ausgeglichenes Bild am hinteren Paarkreuz: Youngster Piet Herr bejubelte nach längerer Misserfolgsserie endlich seinen ersten Saisonsieg, in vier Sätzen setzte sich der Derendinger gegen Patrick Fügner durch. Zudem hatte auch Georg Gerlach im ersten Durchgang sein Erfolgserlebnis (3:2 gegen Yanik Runge). Summa summarum gelang es in den Einzeln keinem Team, sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen, hüben wie drüben wurden sechs Einzel gewonnen. Dass es für die Herrenberger trotzdem nicht zum Minimalziel in Form eines Unentschiedens reichte, lag an der Misere in den Doppeln. Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach wurden zwar zu Beginn ihrer Favoritenrolle gegen Bazilyuk/Runge gerecht, die restlichen drei Doppel (inklusive der Schlusspartie) gingen jedoch allesamt an die Gäste, die sich dadurch den vielumjubelten 9:7-Gesamtsieg sicherten und damit die rote Laterne an die TSG Lindau-Zech übergaben. „Im Endeffekt wurde die Partie am vorderen Paarkreuz und natürlich in den Doppeln entschieden. Aber egal, Mund abwischen und weiter machen. Am Ende muss man einmal mehr aufstehen als man hingefallen ist“, gab sich Kristian Tomsic gleich nach der Partie kämpferisch. Die Niederlage gegen die Rottenburger bedeutet für den VfL zwar einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, bei aktuell 4:10 Punkten besteht in den restlichen Vorrundenpartien gegen Ulm und Deuchelried jedoch noch die Möglichkeit zur Aufbesserung des Kontos. Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Sanfilippo – Leske 7:11, 10:12, 11:5, 5:11; Schönhaar – Ekun 15:13, 9:11, 5:11, 5:11; Sanfilippo – Ekun 9:11, 11:9, 6:11, 11:9, 11:7; Schönhaar – Leske 7:11, 11:8, 11:13, 14:12, 8:11.

Im Bezirkspokal kam die Herrenberger Erste eine Runde weiter. Kurioserweise ging es im Achtelfinale gegen die eigene dritte Mannschaft. Angesichts der klar verteilten Kräfteverhältnisse wurde die Partie zu einer lockeren Trainingseinheit umfunktioniert, der Favorit gewann mit 4:1.

Im Bezirksoberhaus bekamen es die Männer III des VfL mit den wiedererstarkten Deufringern zu tun. Wiedererstarkt deshalb, weil der FSV zuweilen mit dem verbandsliga-erfahrenen Klaus Miethke ins Match geht. Der reaktivierte Ex-Böblinger verliert im Normalfall am vorderen Paarkreuz der Bezirksliga kein Spiel. Bei Herrenbergs Elmar Fallscheer hätte nicht viel gefehlt und Miethkes Nimbus des Unbesiegbaren hätte einen Makel erlitten. Mit 11:9 im entscheidenden fünften Satz verbuchte Miethke dann trotzdem das bessere Ende für sich. In einer insgesamt äußerst ausgeglichen verlaufenen Partie punkteten auf Herrenberger Seite Dominik Glaser (2), Jochen Kugler, Elmar Fallscheer, Michael Baier und Maurice Lusseault. Das erfahrene Schlussdoppel mit Jochen Kugler und Elmar Fallscheer erkämpfte sich dann gegen Thomas Bauer/Thomas Mayer das gerechte 8:8-Unentschieden.

Spannung pur auch bei den Männern IV, die sich im Verfolgerduell der Kreisliga B-Süd beim TTC Breitenstein nach über dreieinhalb Stunden Spielzeit mit 9:7 durchsetzten. Dabei war auf Spitzenspieler Yvon Lusseault genauso Verlass wie auf das hintere Paarkreuz mit Michael Schrottwieser und Kai Schwenk, die das Maximum von vier Siegen einfuhren. Yvon Lusseault und Siddy Hinzke machten im Schlussdoppel mit einem Dreisatzerfolg über Norbert Bossert/Stefan Mader das Happy-End in diesem Krimi perfekt.

Die Männer V verpassten es in der Kreisklasse für Viererteams, sich ins Mittelfeld vorzupirschen. Sieht man einmal vom Erfolg des Doppels Werner Hettler/Albert Türk ab, waren die Herrenberger in den Fünfsatzpartien nicht mit der Glücksgöttin im Bunde. Die Satzbilanz von 16:24 ließ am Ende nicht auf eine klare Niederlage schließen, dennoch zog man mit 2:7 den kürzeren.

Vor allem am vorderen Paarkreuz waren die Bezirksliga-Frauen im Heimspiel gegen den WSV Schömberg unterlegen, was die eine oder andere Spielerin des VfL auch einmal zu emotionalen Ausbrüchen zu Lasten der Spielfeldumrandung veranlasste. Annette Hettler und Jacqueline Pirk gewannen bei der 3:8-Niederlage jeweils ein Einzel, außerdem punktete das Doppel mit Doreen Pfander und Annette Hettler.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 27.11.2017 VfL Herrenberg