Bericht 12. Spieltag VR

 

 

Die Fahrt nach Ulm hat sich für Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg nicht gelohnt, beim Tabellendritten setzte es eine 4:9-Niederlage. Mehr und mehr sieht sich der VfL mit dem Abstiegskampf konfrontiert. Für die Landesklasse-Männer setzte es im Topspiel in Schönmünzach die erste Saisonniederlage, am Doppelspieltag wurde aber auch in Unterreichenbach-Dennjächt gewonnen.

„Uns fehlen zurzeit einfach immer die letzten zehn Prozent, um mit dem Gegner auf Augenhöhe zu sein“, sagte VfL-Nummer vier Kristian Tomsic nach der Niederlage seiner Mannen bei den Ulmer Spatzen. „Wir sind oftmals nah dran an einem Erfolgserlebnis, aber wir belohnen uns einfach nicht.“ Tomsic spielte dabei überwiegend auf die vergangenen Spiele gegen die Spitzenteams aus Ergenzingen und Sindelfingen an, aber auch in Ulm waren durchaus die Chancen auf ein besseres Ergebnis gegeben. Erwartungsgemäß schwer wurde es für Domenico Sanfilippo und Andrew Schönhaar, die gegen Ulms Spitzenspieler Muemin Waadallah und Frank Elseberg unterlagen. Mit dem Druck des Gewinnenmüssens angesichts der 0:4-Quote am vorderen Paarkreuz wurde dann am ehesten noch Kristian Tomsic fertig, der mit einer starken Leistung beide Einzel in der „Mitte“ zu seinen Gunsten entschied. Tomsic: „Mit meiner Leistung bin ich natürlich zufrieden, aber das bringt uns momentan leider nicht weiter.“ Entgegen sonstiger Gewohnheiten ging Max Hering diesmal leer aus, so dass es den Herrenbergern auch an diesem Paarkreuz nicht gelang, sich Vorteile zu erspielen. Georg Gerlach gewann gegen die gegnerische Nummer sechs Florian Krüger zum zwischenzeitlichen 3:6, letztendlich gelang es dem VfL aber nicht, den heimstarken Ulmern Paroli zu bieten. Noch einmal Kristian Tomsic: „Mir tat’s auch ein bisschen für unsere Zuschauer leid, die uns nach Ulm begleitet haben. Die Stimmung ist bei uns inzwischen schon etwas getrübt. Es gelingt uns einfach nicht, im Kollektiv zu punkten. Zudem rennen wir meistens einem 1:2-Rückstand aus den Doppeln hinterher, das ist auch nicht so einfach. Ich hoffe jetzt, dass uns beim letzten Spiel in Deuchelried eine Überraschung gelingt und dann setzen wir uns mal zusammen und besprechen, wie wir die Rückrunde angehen.“ Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Schönhaar – Waadallah 7:11, 9:11, 9:11; Sanfilippo – Elseberg 7:11, 7:11, 11:4, 5:11; Sanfilippo – Waadallah 9:11, 4:11, 11:4, 7:11; Schönhaar – Elseberg 8:11, 11:8, 9:11, 2:11.

Die ersten Flecken musste die Herrenberger Zweite auf der bislang weißen Weste hinnehmen. Im Spitzenspiel bei Landesliga-Absteiger SSV Schönmünzach traten die Herrenberger in starker Besetzung, unter anderem mit Routinier Martin Gerlach, an. Dadurch rutschte Jürgen „Jojo“ Baier ans hintere Paarkreuz. Viel Profit konnten die Herrenberger daraus allerdings nicht schlagen. Bei den Murgtälern stellte wieder einmal Fabian Frey eine Klasse für sich dar, die Nummer eins des SSV baute seine Bilanz in der Vorrunde mittlerweile auf 14:0 Spiele aus. Einzig Tim Sebastian gelang es, am Spitzenpaarkreuz einen Zähler für den VfL zu ergattern (3:0 gegen Michael Kocheisen). Stark in Szene setzte sich Damir Stefanac, der in den Einzeln ohne Niederlage blieb. Jürgen Baier‘s Erfolg im Einzel gegen André Bauer und im Doppel mit Martin Gerlach gegen Grözinger/Bauer waren am Ende zu wenig, um den Schönmünzachern das Wasser zu reichen. Am Tag zuvor überzeugten die Herrenberger mit einem 9:5-Erfolg bei der TTG Unterreichenbach/Dennjächt. Hierbei kamen am hinteren Paarkreuz Jochen Kugler und Dominik Glaser zum Einsatz, die in Summe jedoch nur einmal erfolgreich waren. Dafür klappte es außerordentlich gut in den Doppeln (3:0) sowie bei Damir Stefanac (2), Martin Gerlach (2) und Christian Götzner in den Einzeln. Der Dreikampf an der Landesklasse-Spitze findet am kommenden Wochenende seine Fortsetzung, wenn es um das Erringen der Herbstmeisterschaft geht. Mit der Entscheidung im Titelkampf ist dann allerdings erst im Frühjahr kommenden Jahres zu rechnen.

Einen Doppelspieltag absolvierten auch die Männer III des VfL in der Bezirksliga. Am Samstag gegen den TSV Steinenbronn gab es beim 4:9 nichts zu erben. Für die Glanzlichter sorgte Youngster Justin Kühne, der sich am Spitzenpaarkreuz gegen Steinenbronns Marc Hauser und Christoph Renz durchsetzte. Jan Schmedding gewann ein weiteres Einzel, die Vater-Sohn-Formation Yvon Lusseault/Maurice Lusseault das einzige Doppel. Tags drauf im Derby beim SV Rohrau traten die Herrenberger in starker Besetzung an und ließen den gastgebenden SVR beim 9:3 nicht zur Entfaltung kommen. „In solch einer guten Aufstellung spielen wir vermutlich die ganze Saison nicht mehr“, sagte VfL-Kapitän Jan Schmedding. Sehr zum Leidwesen der Rohrauer, die lediglich durch Rainer Stolz (3:2 gegen Jochen Kugler), Guido Stotz und das Doppel Ingo Werner/Horst Grünewald punkteten.

Die Männer IV (Kreisliga B) konnten ihre Schläger in der Tasche lassen, da der Gegner aus Schönaich gar nicht erst zum Spiel antrat und somit kampflos die Punkte dem Tabellenzweiten überließ.

In der ausgeglichen besetzten Bezirksliga der Frauen gelang dem VfL in der Aufstellung Sonja Kugler, Corinna Thiele, Annette Hettler, Jacqueline Pirk und Mia Zottl ein Achtungserfolg, als beim 7:7 bei Tabellenführer TTC Birkenfeld ein Zähler entführt werden konnte. Sonja Kugler und Corinna Thiele gewannen jeweils zwei Einzel.

Martin Gerlach, Jochen Kugler, Holger Salmon und Hans Sebastian stellten in der vergangenen Woche das Bezirksliga-Seniorenteam, das sich gegen den TSV Grafenau mit 7:3 durchsetzte und somit im Kampf um die vorderen Plätze bei der Musik bleibt. Abwehrroutinier Martin Gerlach entschied das Spitzeneinzel gegen Grafenaus Spitzenspieler Ralf Michaelis glatt in drei Sätzen für sich.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 04.12.2017 VfL Herrenberg