Bericht 10. Spieltag RR

 

 

Nichts geht mehr, die 4:9-Niederlage gegen den TTC Ottenbronn besiegelte den Abstieg der Herrenberger Tischtennis-Männer aus der Verbandsklasse. In der Landesklasse unterlag die Herrenberger Zweite im Spitzenspiel gegen den TSV Kuppingen II, hat aber noch Chancen auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde. In den Bezirksspielklassen blieben die VfL-Teams ohne Niederlage, genauso wie die U 18-Youngsters bei ihrem Doppelspieltag in der Verbandsklasse.

Im Herrenberger Lager hatte man sich das sicherlich lange Zeit anders vorgestellt, doch nunmehr ist es Realität: Nach einem Jahr der Ligazugehörigkeit in der Verbandsklasse müssen die Herrenberger Tischtennisspieler nun für’s Erste etwas kleinere Brötchen backen, ab September geht es wieder in der Landesliga zu Werke. „Vor allem in der Rückrunde haben einige Spieler bei uns unter ihrer Bestform gespielt. Dies reichte dann nicht, um die wichtigen Spiele zu gewinnen und die Liga zu halten“, sagte Kapitän Max Hering nach dem 4:9 gegen den TTC Ottenbronn. Dass es ausgerechnet im letzten Heimspiel mit dem dritten Saisonsieg klappen würde, wurde seitens des VfL sowieso leicht bezweifelt, da man es mit einem zuletzt stark auftretenden Gegner zu tun bekam. Doch die Moral war durchaus intakt – bis zum 3:4. Danach setzte es für Christian Götzner am hinteren Paarkreuz eine knappe Niederlage. Die Herrenberger Nummer fünf hatte bei einer 2:1-Satzführung und einem 8:5 im vierten Durchgang bereits den Sieg vor Augen, musste dann aber Achim Kappler noch gratulieren. Fortan war beim VfL Sand im Getriebe und von den folgenden fünf Einzeln wurde nur noch eines durch Max Hering (3:2 gegen Dirk Hammann) gewonnen. Zudem gab Kristian Tomsic seine Partie kampflos ab, nachdem er unter der Woche Fieber hatte und sich vor seinem zweiten Einzel gegen Sebastian Krumtünger nicht wohl fühlte. Max Hering: „Wie so oft hätte es auch diesmal mit etwas Glück besser laufen können, aber es sollte halt nicht sein.“ So setzte es nach drei Stunden Spielzeit eine unvermeidbare 4:9-Niederlage, die die Rückkehr in die Landesliga besiegelte. Christian Götzner: „Ottenbronn hat verdient gewonnen. Nun versuchen wir noch in Rottenburg eine anständige Partie abzuliefern und nächstes Jahr in der Landesliga greifen wir wieder an.“

Etwa dreißig Zuschauer waren am Sonntagvormittag Zeuge des Stadtderbys zwischen den Landesklasse-Topteams aus Herrenberg II und Kuppingen II. Ein Spitzenspiel, das am Ende mit den in Bestbesetzung angetretenen Gästen einen verdienten 9:4-Sieger fand. Beim VfL fehlte Youngster Justin Kühne, der zeitgleich im Einzelsport beim Verbandsschwerpunkt teilnahm. Die Kuppinger traten mit Neuzugang Craig Gascoyne an der Spitzenposition an, durch dessen Einsatz die TSV-Spieler nach hinten rückten. Vor allem das mittlere Paarkreuz mit Davorin Pongrac und Petar Knezevic entpuppte sich folglich zum Glanzstück der Gäste. Etwas kritisch wurde es aus Gästesicht nur in den Anfangsdoppeln, als das Herrenberger Spitzendoppel Tim Sebastian/Piet Herr bereits durch war, die Kuppinger Topformation Craig Gascoyne/Fatih Kanli aber bei einem 1:2-Satzrückstand noch Mühe hatte, die Partie durch zu bringen. Letztendlich ging der TSV dennoch mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln und in den darauffolgenden Einzeln trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Auf Herrenberger Seite wurde nur noch drei Mal gepunktet. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison präsentierte sich Tim Sebastian in starker Verfassung, der 25-jährige gewann am Spitzenpaarkreuz beide Spiele. Zudem punktete Martin Gerlach, der unlängst bei der Delegiertenversammlung des VfL für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, in einem Fünfsatzkrimi gegen Bastian Schäffer. Auf Seiten der Gäste gewannen Davorin Pongrac und Petar Knezevic alle vier Einzel, außerdem punkteten Craig Gascoyne, Fatih Kanli und Sebastian Bartling je einmal. Während die Kuppinger nun noch einen Sieg aus den letzten beiden Saisonspielen benötigen, um den Aufstieg in die Landesliga festzumachen, kann der VfL noch auf den zweiten Platz hoffen, der die Saisonverlängerung in Form der Relegation zur Folge hätte. Im Falle eines Sieges bei Schlusslicht TTC Ottenbronn II und einer Niederlage der Schönmünzacher in Kuppingen sähe das Ganze gut aus.

In der Bezirksliga spielten sich die Männer III mit zwei deutlichen 9:3-Erfolgen über Schlusslicht Warmbronn und den Achten SV Rohrau noch auf den dritten Platz und beendeten eine durchweg positiv verlaufene Saison. Die drei Niederlagen, die es gegen Warmbronn setzte, kamen jeweils erst nach fünf hart umkämpften Sätzen zustande. Elmar Fallscheer und Tobias Gawlitza gewannen jeweils zwei Einzel. Im Derby gegen Rohrau gab es beim Stand von 6:1 nur eine kleine Tiefphase am hinteren Paarkreuz zu überstehen. Harald Schneider unterlag dabei dem langjährigen Herrenberger Abteilungsleiter Bernd Schäfer, der mittlerweile für die Rohrauer spielt. Punktgaranten auf VfL-Seite waren Elmar Fallscheer, Jochen Kugler und Martin Lukas (je 2).

Für die Männer IV ist die Saison in der Kreisliga B noch nicht beendet, als Drittplatzierter geht es in die Relegation. Das letzte Spiel der offiziellen Punkterunde wurde in der Aufstellung Maurice Lusseault, Yvon Lusseault, Talal El Haj Ibrahim, Steffen Hinzke, Henry Göttler und Kai Schwenk gegen den TTC Breitenstein mit 9:2 gewonnen.

In der Kreisklasse für Viererteams verteidigten die Männer V den fünften Platz, im Heimspiel gegen die SV Böblingen V wurden beim 6:6 die Punkte geteilt. Die Herrenberger hatten ihre Trümpfe am hinteren Paarkreuz, hier blieben Thomas Schmidt und Albert Türk ungeschlagen.

Die Senioren des VfL wurden Vizemeister in der Bezirksliga. Gleich zwei Punktspiele wurden in der vergangenen Woche ausgetragen. Beim TSV Grafenau gab es beim 6:6 keinen Sieger, nur einen Tag später unterlag man dem neuen Meister SpVgg Weil der Stadt mit 3:7. Die Herrenberger Punkte ergatterten Holger Salmon (3), Hans Sebastian (2), Martin Gerlach, Harald Schneider und zwei Doppel.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 16.04.2018 VfL Herrenberg