Bericht 2. Spieltag VR

 

 

Die Spieltagsbilanz bei den Herrenberger Tischtennisteams kann sich sehen lassen: Lediglich eine (unvermeidbare) Niederlage setzte es für die Landesklasse-Männer gegen den Ligafavoriten aus Schönmünzach, ansonsten gab es bei den Aktiven vier Siege und ein Unentschieden.

Den Landesliga-Männern wurde vom Aufsteiger aus Betzingen einiges abverlangt. Zwar profitierte die VfL-Erste von der anfänglichen 2:1-Führung aus den Doppeln, doch gelang es dem Favoriten nicht, sich in irgendeiner Weise abzusetzen. So wurden in den jeweiligen Paarkreuzen stets die Punkte geteilt – bis zum 7:6 aus Sicht des VfL. Und bis zu diesem Zeitpunkt gab es durchaus die eine oder andere kritische Situation zu überstehen. So musste Georg Gerlach in seinem ersten Einzel gegen Mathias Ndhlovu genauso einen Matchball abwehren wie später Piet Herr gegen Betzingens Routinier Michael Schenk. Beide knifflige Situationen konnten aber gelöst werden, so dass die beiden Herrenberger doch noch ihre Einzel gewinnen konnten. Bis zum 7:6 waren es Domenico Sanfilippo (2), Max Hering, Piet Herr, Georg Gerlach und zwei Doppel, die Erfolge verzeichnen konnten. Probleme hatten die Herrenberger mit dem 19-jährigen Tim Klett. Das Eigengewächs der Betzinger spielte in den vergangenen Jahren noch in der Kreis- und Bezirksklasse, entpuppt sich aber immer mehr zu einem echten Juwel für den TSV. Der Ex-Herrenberger Kristian Tomsic gewann zu Beginn glatt in drei Sätzen gegen Andrew Schönhaar, im Spitzeneinzel war Domenico Sanfilipppo aber der bessere. In der Schlussphase waren es dann Christian Götzner und abermals Georg Gerlach, die den Herrenberger 9:6-Erfolg festmachten. Kristian Tomsic zeigte sich mit dem Auftritt seines neuen Teams zufrieden: „Wir haben uns gut präsentiert, das ist erst einmal die Hauptsache. Leider hat bei uns Christoph Rabe krankheitsbedingt gefehlt, aber Ersatzmann Pierre Andrieu machte seine Sache auch ganz gut. Mit etwas mehr Glück hätten wir durchaus an einem Unentschieden schnuppern können.“ Herrenbergs Nummer zwei Andrew Schönhaar sah im Nachgang den Sieg schon als verdient an: „Teilweise war es schon ganz schön knapp. Da wir aber das Schlussdoppel bereits mit 3:0 gewonnen hatten, kann man schon von einem verdienten Sieg sprechen.“ Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Sanfilippo – I. Klett 11:9, 7:11, 11:8, 11:9; Schönhaar – Tomsic 9:11, 7:11, 9.11; Sanfilippo – Tomsic 11:9, 12:10, 8:11, 11:6; Schönhaar – I. Klett 9:11, 11:9, 10:12, 4:11.

Mit einer klaren Niederlage und einem noch deutlicheren Sieg starteten die Männer II in die neue Landesklasse-Saison. Sowohl gegen Titelaspirant Schönmünzach als auch gegen die Gärtringer Zweite bot der VfL eine recht gute Aufstellung auf. Tim Sebastian, Justin Kühne, Damir Stefanac und Jürgen Baier absolvierten dabei den kompletten Doppelspieltag. Gegen Schönmünzach gab es bis zum 0:6 erst einmal nichts zu holen, ehe Jürgen „Jojo“ Baier und der nach seiner Hüft-Operation wieder einsatzfähige Edgar Jüngling für Ergebniskosmetik sorgten. Danach ging es weiter wie die Partie begonnen hatte. Oftmals hielten die Herrenberger mit, zwangen ihre Kontrahenten bis in den fünften Satz, mussten aber stets gratulieren. So setzte es nach knapp drei Stunden eine in der Höhe etwas zu deutliche 2:9-Niederlage. Auch am Sonntag beim TTV Gärtringen II fiel das Ergebnis um eine Nuance zu hoch aus, doch diesmal hatten die Herrenberger das Glück auf ihrer Seite. Dies vor allem in den Doppeln, in denen sich der VfL nach hart umkämpften Partien zur beruhigenden 3:0-Anfangsführung durchsetzte. Danach erlahmte die Gegenwehr des TTV Gärtringen II ein wenig. Tim Sebastian und Justin Kühne hielten sich am Spitzenpaarkreuz gegen Jürgen Bögel und Wolfgang Barwig schadlos, ebenso punktete das mittlere Paarkreuz mit Damir Stefanac und Jürgen Baier. Den Gärtringer Ehrenpunkt beim 9:1-Sieg ließ Ersatzmann Holger Salmon zu, der trotz 2:0-Satzführung noch dem Gärtringer Youngster Tim Werum gratulieren musste. Wohin der Weg der Herrenberger in dieser Saison führt, werde nach diesem ausgeglichenen Doppelspieltag wohl erst die kommenden Wochen zeigen. Als nächstes stehen zwei Auswärtsspiele in Oberhaugstett und Leonberg/Eltingen auf dem Programm.

In der Bezirksliga, dem Oberhaus des Bezirks, ließ sich die Herrenberger Dritte im Derby gegen den VfL Oberjettingen auf keine Kompromisse ein und gewann glatt mit 9:3. Wobei die Herrenberger Maschinerie erst beim Stand von 3:3 so richtig auf Touren kam. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand bei den Oberjettingern noch die Hoffnung auf ein knapperes Ergebnis. Am mittleren und hinteren Paarkreuz war der VfL dann aber obenauf und stellte durch Dominik Glaser, Martin Lukas, Michael Baier und den jungen Maurice Lusseault die Weichen auf Sieg. Jochen Kugler gewann dann auch das Spitzeneinzel gegen Michael Knof, ehe Elmar Fallscheer und Dominik Glaser den Endstand herstellten. Gäste-Nummer eins Michael Knof: „Das Highlights aus unserer Sicht waren die Einzel von Niklas Hain und Ersatzmann Janik Schache. Nik spielte super gegen Jochen Kugler und Janik hätte gegen Michael Baier einen Sieg verdient gehabt. Ich bin heute im Spitzeneinzel gegen Jochen Kugler nicht richtig reingekommen, habe kein Konzept gefunden und verdient verloren. Das reicht dann nicht gegen eine fast vollständige Herrenberger Mannschaft.“

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel bejubelten die Männer VI. Diesmal gelang beim 7:3 in Gebersheim ein weiterer Coup, wodurch man sich an die Tabellenspitze der Kreisklasse für Viererteams setzte. Nach dem 2:0-Traumstart nach den Doppeln waren es die Nachwuchsspieler Gabriel Peters und Benjamin Kauffer mit je zwei Einzelsiegen sowie Jonathan Hartwig, die den Gesamtsieg absicherten.

Mit einem unerwarteten Punktgewinn kehrten die Bezirksliga-Damen aus Weil der Stadt zurück, wo man gegen die dortige zweite Mannschaft 7:7 spielte. Doreen Pfander, die nun berufsbedingt nach München zieht, trumpfte in ihrem vorerst letzten Punktspiel für den VfL noch einmal auf, unter anderem gewann sie gegen die Weil der Städter Nummer eins Petra Brand. Insgesamt präsentierte sich das VfL-Quartett in diesem Punktspiel als das nervenstärkere Team. Weil der Stadt hatte zwar mit 32:25 Sätzen die Nase vorn, doch in fünf von sechs Fällen waren die Herrenberger Damen im fünften Satz obenauf. Teamkapitän Jacqueline Pirk: „Wir sind ohne Erwartungen nach Weil der Stadt gefahren. Umso schöner, dass wir gleich den ersten Punkt ergattern konnten.“

Sowohl die U 18-Jungs des VfL Herrenberg als auch der VfL Stammheim starteten mit einem Sieg in die Landesklasse-Spielzeit. Im direkten Vergleich waren die Herrenberger Youngsters noch einmal besser, wenngleich der 6:1-Sieg angesichts einiger spannender Fünfsatzspiele vielleicht etwas zu deutlich ausfiel. Finn Hiemann zeigte sich unbeeindruckt und gewann seine Einzel jeweils glatt in drei Sätzen, außerdem waren Felix Lusseault, Gabriel Peters und zwei Doppel für den aktuellen Tabellenprimus erfolgreich.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 24.09.2018 VfL Herrenberg