Bericht 10. Spieltag VR

 

 

Viel spannender als das 8:8 des Herrenberger Landesklasse-Teams bei der TTG Unterreichenbach-Dennjächt kann ein Tischtennisspiel wohl kaum verlaufen. Zudem dürfte es den Protagonisten mit einer Spielzeit von vier Stunden und fünfzig Minuten auch in puncto Spieldauer nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Auch in der Bezirksliga lieferte sich die dritte Mannschaft mit dem TSV Grafenau einen Krimi, der am Ende keinen Sieger fand.

Ohne Spitzenspieler Tim Sebastian war man sich im Lager der Herrenberger Zweiten bewusst, dass es bei der TTG Unterreichenbach-Dennjächt um deren Spitzenspieler Michael Gaa und Patrick Becht schwer werden würde. „Insgesamt können wir natürlich mit dem 8:8 zufrieden sein“, sagte Youngster Justin Kühne nach der rekordverdächtigen Spielzeit von knapp fünf Stunden, „das war ein richtig cooles Spiel.“ Der 15-jährige selbst hatte mit seinen stark herausgespielten Siegen am vorderen Paarkreuz und dem Gewinn des Eingangsdoppels an der Seite von Edgar Jüngling großen Anteil am letztendlich verdienten Remis. Dieses Doppel war dann auch das einzige, das der VfL gewann, was letztendlich auch das einzige Haar in der ansonsten delikaten Suppe bedeutete. Die 1:3-Quote in den Doppeln machte das hintere Paarkreuz mit Tobias Gawlitza (2) und Jochen Kugler wieder wett. In der hochdramatischen Partie ging es gleich neun Mal über die volle Fünfsatzdistanz, wobei sechs Begegnungen an den VfL gingen. Edgar Jüngling war gleich in drei Fällen daran beteiligt. Hatte er im ersten Einzel noch etwas Pech, als er in der Schlussphase gegen Gerhard Volz einen unhaltbaren Netzroller hinnehmen musste, gelang ihm in der Schlussphase mit dem 11:9 im fünften Satz gegen Markus Treiber ein wichtiger Punktgewinn. Auch Jochen Kugler verkaufte sich gegen Daniel Sawa recht gut, doch der B-Klassen-Bezirksmeister aus dem Schwarzwald gewann mit 11:8 im fünften Durchgang. Das Schlussdoppel ging ebenfalls an die Dennjächter, die sich sicherlich nicht unverdient den Punktgewinn sicherten, der sie den Abstand auf die gefährdete Tabellenregion vergrößern ließ. Die Herrenberger Zweite bleibt mit 11:5 Punkten auf dem starken dritten Platz.

Und noch eine Punkteteilung: Im Heimspiel gegen TSV Grafenau, den Vorjahres-Vizemeister der Bezirksliga, erarbeiteten sich Elmar Fallscheer und Holger Salmon gleich zu Beginn die 3:2-Führung, die der VfL an allen weiteren Begegnungen pro Paarkreuz bis zum 8:7 erfolgreich verteidigte. Elmar Fallscheer gewann auch sein zweites Einzel im Linkshänder-Duell gegen Ralf Michaelis, außerdem punkteten Maurice Lusseault (2), Ralf Haug und Stephan Dieterle-Lehmann. Duplizität der Ereignisse: Wie die zweite Mannschaft musste auch die Dritte im Schlussdoppel passen, so dass letztendlich kein Sieger ermittelt werden konnte. Während sich der VfL nach diesem 8:8 weiter im vorderen Mittelfeld befindet, hinken die Grafenauer mit einem weiterhin negativen Punktekonto (6:8) noch etwas den selbst gesteckten Erwartungen hinterher.

Auch die VfL-Fünfte mussten gegen den TSV Grafenau ran, deren dritte Mannschaft machte ebenfalls im Gäu Station. Auch wenn die Gäste am vorderen Paarkreuz nicht zu bezwingen waren, so blieben die Punkte trotzdem in Herrenberg. In den Doppeln legte der VfL die bessere Strategie an den Tag, zudem überzeugten die hinteren Positionen mit Hjalmar Hiemann und Albert Türk. Mit 7:4 setzte sich der VfL durch, der mit seinem sechsten Saisonsieg in Serie weiterhin mit weißer Weste an der Tabellenspitze der Kreisklasse Nord steht.

In der Südgruppe musste die neugegründete sechste Mannschaft für’s Erste nach vorne abreissen lassen, dennoch war der Auftritt bei Spitzenreiter Tischtennis Mötzingen III aller Ehren wert. Bis zum 4:4 gelang es keinem der beiden Teams, sich in irgendeiner Weise abzusetzen. Dem unwiderstehlichen Schlussspurt der Mötzinger hatte der VfL dann jedoch nicht mehr viel entgegenzusetzen und unterlag mit 4:7. Gabriel Peters, Leo Hiemann und Robert Tarabrin gewannen jeweils ein Einzel, hinzu kam ein Erfolg des Doppels Gabriel Peters/Philipp Karges. Die 10:4 Punkte, die sich die VfL-Sechste bislang in dieser Saison erspielt hat, können sich trotz dieser Niederlage sehen lassen.

Auch wenn sich mit Doreen Pfander in dieser Saison eine Leistungsträgerin studienbedingt ausgeklinkt hat, so überrascht das Herrenberger Damenteam in der Bezirksliga doch immer wieder positiv. Auch die Gäste der SV Böblingen III mussten dies neidlos anerkennen. „Das klare 8:0 war so natürlich nicht zu erwarten“, sagte Jacqueline Pirk nach der einseitigen Begegnung. Zusammen mit Sonja Kugler, Corinna Thiele und Annette Hettler erteilten sie dem jungen Böblinger Team die Höchststrafe.

Sonja Kugler hatte bereits am Vortag ihren großen Auftritt, als sie sich im Rahmen der Seniorenpartie gegen den TTV Gärtringen in die Punkteränge spielte. Mit 11:3, 3:11, 11:7, 7:11 und 11:9 setzte sie sich gegen Gärtringens Rudi Rahm durch. Auch ansonsten hatte der VfL mit Edgar Jüngling, Jochen Kugler und Harald Schneider diese Bezirksliga-Partie im Griff und ging nach neunzig Minuten Spielzeit als 7:1-Sieger aus der Halle.

Die Reise ins Murgtal nach Baiersbronn-Schönmünzach lohnte sich für das U 18-Team nur bedingt, denn die Dominanz des VfL war gegen ein personell dezimiertes Team einfach zu groß. Finn Hiemann, Gabriel Peters, Leo Hiemann und Ahmad El Haj Ibrahim setzten sich locker mit 6:0 durch und bleiben unangefochtener Tabellenführer der Landesklasse.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 25.11.2018 VfL Herrenberg