Bericht 11. Spieltag VR

 

 

Die Landesliga-Männer des VfL Herrenberg mischen weiterhin im Rennen um die Topplätze mit. Deutlich, dem Spielverlauf nach etwas zu deutlich, wurde die SG Deißlingen in eigener Halle mit 9:2 bezwungen. Während im Bezirkspokal gleich in zwei Fällen die nächste Runde erreicht wurde, wechselten in den Punktspielen auf Bezirksebene Licht und Schatten ab.

Gegen den Landesliga-Tabellenfünften aus Deißlingen lief es aus Herrenberger Sicht in (fast) jeder Hinsicht optimal. Als es plötzlich 5:2 für den VfL stand, rieben sich alle Anwesenden verwundert die Augen. Konnte man mit der 2:1-Führung aus den Doppeln noch rechnen (Punkte durch Andrew Schönhaar/Max Hering und Piet Herr/Georg Gerlach), so gelang Andrew Schönhaar im ersten Einzel gegen Deißlingens Topmann Max Reger eine große Überraschung. Dies vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Reger mit der Empfehlung einer 11:1-Bilanz seine Aufwartung im Gäu machte. „Ich trainiere seit einiger Zeit wieder regelmäßiger und hoffe, dass ich so langsam wieder mein bestes Niveau erreiche“, sagte Andrew Schönhaar, der später auch im zweiten Einzel Nerven wie Drahtseile hatte. „Ich weiß gar nicht, wie viele Matchbälle ich heute abgewehrt habe“, fragte sich Schönhaar nach dem 18:16 im fünften Satz gegen Robert Gavranovic. Enge Matches lieferten auch Piet Herr bei seinem Fünfsatzerfolg über Eugen Strunskyy und Domenico Sanfilippo beim 11:7, 6:11, 8:11, 12:10 und 11:9 gegen Max Reger ab. „Es waren in der Tat einige spannende Einzel dabei, jedoch hatte ich nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten“, ergänzte Andrew Schönhaar. Ähnlich sieht es sein Teamkollege Georg Gerlach, der als einziger an diesem Abend einen Dreisatzerfolg (15:13, 11:6, 11:9 gegen Pascal Stegmann) einfuhr. Gerlach: „Vor allem in den ersten Einzeln hätte es gut und gerne anders laufen können. Der Sieg war insgesamt jedoch verdient. Auch Max Hering hatte sein zweites Einzel bereits gewonnen, das allerdings nicht mehr in die Wertung kam.“ Nach diesem 9:2 über die Deißlinger wollen die Herrenberger nunmehr in den letzten beiden Vorrundenspielen gegen Nusplingen und Mössingen noch nachlegen, um weiterhin im Titelrennen im Geschäft zu bleiben. Einen Tag vor der Deißlinger Partie lieferte der VfL im Bezirkspokal gegen Ligakonkurrent SV Böblingen ein tadelloses Heimspiel ab. Domenico Sanfilippo, Max Hering, Piet Herr und Andrew Schönhaar, der nur im Doppel zum Einsatz kam, gewannen glatt mit 4:0 und zogen ins Viertelfinale ein. Dort könnte man theoretisch auf die eigene zweite Mannschaft treffen, die die Auswärtshürde beim VfL Oberjettingen übersprang. Nach spannendem Spielverlauf setzten sich die Herrenberger mit 4:3 durch, Dominik Glaser ergatterte den siegbringenden vierten Zähler durch ein 11:5, 6:11, 11:9, 15:17 und 11:8 über Niklas Hain.

Ohne den privat verhinderten Dominik Glaser und den erkrankten Jochen Kugler war Bezirksligist VfL Herrenberg III bei Aufstiegsanwärter SV Böblingen II chancenlos, so dass man sich aus dem oberen Tabellendrittel verabschieden musste. Elmar Fallscheer blieb es vorbehalten, für die Ergebniskosmetik zu sorgen. Er gewann sein Doppel mit Ralf Haug und setzte sich später auch im Spitzeneinzel gegen Böblingens Simon Raußmüller durch. Es gab dann noch neun weitere Satzgewinne, aber keinen weiteren Spielgewinn zu verzeichnen. Endstand: 2:9.

Deutlich spannender machten es die Männer IV im Kreisliga A-Derby bei der Mötzinger Zweiten, standen nach knapp vier Stunden Spielzeit beim 7:9 aber auch mit leeren Händen da. Bis zum 5:4 sah es aus Herrenberger Sicht nach Erfolgen von Maurice Lusseault, Siddy Hinzke, Michael Schrottwieser, Sebastian Schuppel und eines Doppels noch vielversprechend aus, doch im zweiten Einzeldurchgang übernahmen die Mötzinger das Kommando. Dennoch schnupperte die Vater-Sohn-Formation Yvon und Maurice Lusseault im Schlussdoppel noch am Unentschieden, doch nach einer 2:0-Satzführung riss der Faden und die Mötzinger Raphael Gänßle/Ivan Tadic setzten mit drei Satzgewinnen in Serie den Schlusspunkt zum Mötzinger 9:7-Gesamterfolg. „Das war ein Krimi in Reinkultur“, sagte Mötzingens Pressewart Walther Beck nach der Partie. Den Frust des Vorabends verarbeiteten die Herrenberger dann im Sonntagsheimspiel gegen den TSV Steinenbronn II gut, gegen eine personell dezimierte Gästetruppe hatte man beim glatten 9:0 alles im Griff.

Ausgerechnet beim Vorletzten GSV Maichingen II kam die fünfte Mannschaft, Tabellenführer der Kreisklasse für Viererteams, etwas in Bredouille. Beim Stand von 4:4 waren es dann Heinrich Göttler und Albert Türk, die die Weichen endgültig auf Sieg stellten. Das Doppel mit Jugendleiter Werner Hettler und Routinier Albert Türk machte dann endgültig den Sack zum 7:5-Gesamterfolg zu. Der Herbstmeister will am kommenden Wochenende mit einem weiteren Sieg in Leonberg eine durchweg gelungene Vorrunde zum Abschluss bringen.

Gesundheitlich etwas angeschlagen gingen Sonja Kugler und Jacqueline Pirk mit dem Damenteam in das Bezirksligaderby gegen den TTV Gärtringen II. So gelang es nicht, mit den Gästen Schritt zu halten, die mit Ingrid Meißle eine Punktegarantin in ihren Reihen hatten. „Das war letztendlich ein verdienter Sieg der Gärtringerinnen“, konstatierte VfL-Kapitän Jacqueline Pirk, die mit ihrem Team mit 9:7 Punkten auf den fünften Platz abrutschte. Zum Vorrundenausklang geht es nun noch gegen den ungeschlagenen Titelanwärter TV Oberhaugstett.

Im U 18-Bereich bleibt der VfL Herrenberg in der Landesklasse das Maß aller Dinge, nach dem 6:3-Erfolg beim VfL Sindelfingen steht der Herrenberger Nachwuchs kurz vor dem Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft. Finn Hiemann am vorderen und Gabriel Peters am hinteren Paarkreuz behielten in den Einzeln ihre weiße Weste, außerdem punktete Felix Lusseault im Einzel sowie im Doppel mit Gabriel Peters.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 02.12.2018 VfL Herrenberg