Bericht 12. Spieltag VR

 

 

Landesligist VfL Herrenberg hat seine Hausaufgaben erledigt, mit einem erfolgreichen Doppelspieltag beendet das Team um Spitzenspieler Domenico Sanfilippo die Vorrunde auf dem dritten Platz – und ist mehr denn je voll im Titelrennen dabei. Auch das Landesklasse-Team mischt nach einem klaren Erfolg gegen Weil der Stadt zumindest im Kampf um die Vizemeisterschaft weiter mit.

Spieltag nach Maß für die Landesliga-Männer des VfL Herrenberg. Gegen die stark abstiegsgefährdeten Nusplinger setzte sich der VfL klar mit 9:0 durch und auch den Tabellenvierten SpVgg Mössingen konnte man in deren Halle beim 9:6 auf Distanz halten. Mehr noch: Da die Leonberger das Topspiel gegen den TSV Kuppingen II zu ihren Gunsten entschieden, befinden sich nunmehr drei Teams punktgleich auf den besten Plätzen der Liga. Ein Team wird am Ende Meister werden, ein zweites darf in die Relegation und das dritte schaut in die Röhre. Für Spannung ist somit auch in der Rückrunde gesorgt, die am 26. Januar beginnt. Die Herrenberger hatten im letzten Heimspiel des Jahres wenig Mühe, um sich gegen den TSV Nusplingen durchzusetzen. Und das, obwohl die Gäste in bester Formation ins Gäu kamen. Freilich, im einen oder anderen Fall hatten die Nusplinger durchaus die Gelegenheit zum (verdienten) Ehrenpunkt, doch am Ende erteilten die Herrenberger die Höchststrafe. Das 3:0 nach den Doppeln kam deshalb zu Stande, weil das VfL-Spitzendoppel mit Andrew Schönhaar und Max Hering recht sicher gewann, weil sich Domenico Sanfilippo und Christian Götzner gegen das gegnerische Spitzendoppel nach fünf Sätzen durchsetzten und weil Piet Herr und Georg Gerlach gegen Jörg Ritter/Hans Dieter Reiser ohne Satzverlust blieben. Als dann Andrew Schönhaar und Max Hering ihre hart umkämpften Einzel jeweils mit 11:9 im Entscheidungssatz gewannen, war der Widerstand der Gäste gebrochen und nach nicht einmal zwei Stunden Spielzeit stand der Kantersieg fest. Dementsprechend konnten vor dem Sonntagsspiel bei der SpVgg Mössingen die Kräfte geschont werden. Was im Endeffekt auch notwendig war, denn das Team aus dem Steinlachtal verlangte dem VfL phasenweise einiges ab. Die Herrenberger profitierten lange von der 2:1-Führung aus den Doppeln, in den jeweiligen Paarkreuzen ging es fortan stets mit einem 1:1 aus den Einzeln. Dabei taten sich Domenico Sanfilippo (2), Max Hering (2) und Georg Gerlach bis zur 7:6-Führung hervor. Der Schlussspurt gehörte dann dem Favoriten aus dem Gäu, der sich nach Erfolgen von Christian Götzner und abermals Georg Gerlach den umkämpften, aber durchaus verdienten 9:6-Auswärtssieg sicherte. Mit 16:2 Punkten hat man nunmehr zu den beiden anderen Topteams aus Kuppingen II und Leonberg/Eltingen aufgeschlossen. Das erste Spitzenspiel steigt dann am 16. März, dann geht’s für die Herrenberger zum SV Leonberg/Eltingen. Rückrundenauftakt ist am 27. Januar mit der Auswärtspartie beim TSV Betzingen.

In der Landesklasse ist der SSV Schönmünzach das Maß aller Dinge, der ungeschlagene Tabellenführer befindet sich mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung bereits mit einem Bein in der Landesliga. Der Kampf um den begehrten zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt, dürfte noch ein paar Monate für Spannung sorgen. Sowohl der TV Oberhaugstett als auch der VfL Herrenberg II weisen 13:5 Punkte auf. Während die Oberhaugstetter bereits vor zwei Wochen die Hinrunde beendet haben, zogen nun die Herrenberger mit einem deutlichen 9:1-Erfolg über Aufsteiger SpVgg Weil der Stadt II nach. In Bestbesetzung mit Tim Sebastian, Justin Kühne, Damir Stefanac, Jürgen Baier, Edgar Jüngling und Tobias Gawlitza ließ sich die VfL-Zweite auf keinerlei Kompromisse ein. Youngster Justin Kühne, der am kommenden Wochenende bei den baden-württembergischen Einzelmeisterschaften der U 18-Jugend in Abstatt antritt, ließ gegen Weil der Stadts Neuzugang Sebastian Schulz den Ehrenpunkt der Gäste zu.

Ein spannendes, fast vier Stunden währendes Duell in der Bezirksliga lieferten sich der TSV Steinenbronn und der VfL Herrenberg III. Am Ende wurden beim 8:8 und einem Satzverhältnis von 33:33 gerechterweise die Punkte geteilt. Kein Vorbeikommen gab es an Steinenbronns Spitzenspieler Marc Hauser – mit einer Ausnahme: Im Schlussdoppel setzten sich Jochen Kugler und Elmar Fallscheer in vier Sätzen gegen Marc Hauser/Marcel Muschalla durch und retteten so das 8:8-Remis, das nach zwischenzeitlichem 4:8-Rückstand in weite Ferne gerückt war. Kurios: Auch am Folgetag machten die Steinenbronner beim 8:8 gegen Rohrau den Sack nicht zu (und dies sogar nach einer 8:2-Führung). Auf Herrenberger Seite erwies sich Martin Lukas als fleißigster Punktesammler im Einzel, außerdem ergatterten Jochen Kugler, Elmar Fallscheer, Holger Salmon und Stephan Dieterle-Lehmann Zählbares.

Die Männer IV gehören in der Kreisliga A-Süd weiterhin zum erweiterten Kreis der Anwärter auf den zweiten Tabellenplatz. Daran änderte auch die 4:9-Niederlage im Gäuderby gegen den SV Rohrau II nichts. Yvon Lusseault, Maurice Lusseault (kampflos), Michael Schrottwieser und das Doppel Yvon Lusseault/Maurice Lusseault hielten mit ihren Erfolgen die Niederlage in erträglichem Rahmen. Auf Rohrauer Seite präsentierte sich der langjährige Herrenberger Abteilungsleiter Bernd Schäfer in guter Verfassung.

Auch wenn das Spitzenspiel beim hartnäckigsten Verfolger SV Leonberg/Eltingen VII in die Binsen ging, so darf sich die fünfte Mannschaft doch über eine äußerst gelungene Vorrunde und die Herbstmeisterschaft in der Kreisklasse für Viererteams freuen. „Schwamm drüber“ heißt es nach dem 1:7 in Leonberg, bei dem lediglich Heinrich Göttler ein Erfolgserlebnis verzeichnen konnte. In der Südgruppe arbeiteten sich die Männer VI nach einem Sieg und einem Unentschieden noch auf den zweiten Platz vor. Bereits am Freitagabend konnte man das Stadtduell gegen den TSV Kuppingen IV in der Aufstellung Gabriel Peters, Leo Hiemann, Robert Tarabrin und Philipp Karges mit 7:1 für sich entscheiden. In leicht abgeänderter Aufstellung, mit Hjalmar Hiemann und Jonathan Hartwig, musste man sich beim VfL Oberjettingen IV mit einem 6:6-Remis zufrieden geben. Im Bezirkspokal schaffte der VfL VI den Sprung ins Viertelfinale. Gabriel Peters, Finn Hiemann und Benjamin Kauffer setzten sich beim TSV Steinenbronn III mit 4:2 durch.

Mit einem ausgeglichenen Punktekonto beenden die Bezirksliga-Frauen die Vorrunde. Erwartungsgemäß gab es gegen den Titelaspiranten TV Oberhaugstett beim 3:8 nicht viel zu holen. Obwohl gesundheitlich noch nicht ganz auf der Höhe, brillierte Sonja Kugler am Spitzenpaarkreuz, unter anderem zwang sie mit Petra Baitinger die momentan drittbeste Spielerin der Liga in die Knie. Corinna Thiele holte den dritten VfL-Zähler.

Das U 18-Jungenteam schloss die Vorrunde in der Landesklasse nach neun Siegen mit einer blütenweiße Weste ab. Zum Abschluss setzten sich die Herrenberger Youngsters im Bezirksderby gegen Tischtennis Schönbuch mit 6:1 durch. Finn Hiemann (15:0) und Gabriel Peters (10:0) brachten das Kunststück fertig, ohne Einzelniederlage durch die erste Saisonhälfte zu marschieren. In der Rückrunde findet der Zweikampf mit der SV Böblingen II (16:2 Punkte) seine Fortsetzung.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 10.12.2018 VfL Herrenberg