Bericht 4. Spieltag VR

 

 

Bekanntlich schmerzen im Tischtennis-Mannschaftssport die 7:9-Niederlagen am meisten. Die bittere Erfahrung, es bis ins Schlussdoppel geschafft zu haben und dann doch mit leeren Händen dazustehen, musste Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg nunmehr beim SSV Reutlingen machen. Bei anderen Herrenberger Teams hieß es zuletzt: Im Verbandsspiel hui, im Pokalwettbewerb pfui.

So richtig grämen musste sich beim VfL nach der 7:9-Niederlage beim traditionsreichen SSV Reutlingen niemand. „Der Gegner war an den ersten drei Positionen einfach stärker besetzt als wir“, bilanzierte VfL-Teamkapitän Max Hering den Auftritt recht nüchtern. „Natürlich lag ein Unentschieden im Bereich des Möglichen, aber insgesamt muss man einfach von einem verdienten Reutlinger Sieg sprechen.“ Beim SSV, der im Gegensatz zur Vorwoche wieder mit seiner Nummer eins Moritz Sefried antrat, aber weiterhin den ehemaligen österreichischen Weltklassespieler Dietmar Palmi nicht im Aufgebot hat, verkaufte sich das Herrenberger Team lange Zeit sehr gut, bei der zwischenzeitlichen 5:4-Führung lag man noch hervorragend im Rennen. Bis dato punkteten zwei Anfangsdoppel, Andrew Schönhaar und das wieder einmal stark auftretende hintere Paarkreuz mit Piet Herr und Georg Gerlach. Im zweiten Einzeldurchgang nahm der Gastgeber in der altehrwürdigen Oskar-Kalbfell-Halle das Heft in die Hand. Vater Thomas Sefried und Sohnemann Moritz Sefried holten sich die Führung zurück, zudem gab es an Reutlingens Michael Renz kein Vorbeikommen. VfL-Neuzugang Max Reger mit einem fein herausgespielten Dreisatzerfolg über Jonas Jehle sowie Punktegarant Georg Gerlach ließen beim Aufsteiger noch einmal Hoffnung aufkeimen, aber in der Endphase bewiesen die Reutlinger durch zwei glatte Dreisatzsiege den längeren Atem und brachten das Spiel mit 9:7 durch. „Mein 0:3 gegen Markus Metzger sieht auf dem Papier recht deutlich aus, aber es hätte durchaus auch anders laufen können, wenn ich richtig reingekommen wäre“, bilanzierte Piet Herr seine erste Saisonniederlage im Einzel. Im Herrenberger Lager war man nach der Partie nur kurzzeitig geknickt. Max Hering: „Wir haben heute einfach nicht alles abrufen können, was wir für einen erfolgreichen Auftritt gebraucht hätten. Die Niederlage wirft uns sicherlich nicht um. Jetzt gilt der Fokus der nächsten Partie gegen Calmbach, da wollen wir wieder punkten.“

Ohne Tobias Gawlitza, dafür mit Routinier Jochen Kugler, wurde das Landesklasse-Team des VfL Herrenberg II in Dornstetten seiner Favoritenrolle gerecht. Erwartungsgemäß gab es gegen das Spitzenpaarkreuz des Aufsteigers mit Adedeji-Adedapo Akiode und David Korn kaum etwas auszurichten, dafür stellten die Gäste aus Herrenberg ab Position drei das bessere Team. Zudem profitierte man von einer 2:1-Führung aus den Anfangsdoppeln, die bei zwei erfolgreich absolvierten Fünfsatzkrimis durch Christian Götzner/Jürgen Baier und Edgar Jüngling/Jochen Kugler etwas glücklich zustande kam. Als dann auch noch Kapitän Damir Stefanac ein Schlüsselspiel am mittleren Paarkreuz zu seinen Gunsten entschied, hatte der VfL bis zum 6:3 das Momentum auf seiner Seite. In der Schlussphase machten Edgar Jüngling, Jürgen „Jojo“ Baier und Jochen Kugler den Sack endgültig zu (Endstand 9:6). In guter Besetzung mit Tim Sebastian, Christian Götzner und Jochen Kugler mussten die Herrenberger am Freitagabend zum fälligen Pokalspiel in Leonberg antreten. Gegen deren dritte Mannschaft musste man überraschend deutlich mit 1:4 den Dienst quittieren. Tim Sebastian ergatterte den Ehrenpunkt.

Ein erfolgreiches Punktspiel und einen weniger erfolgreichen Pokalauftritt absolvierten auch die Männer III. Mit den zwei Jugendspielern Finn Hiemann und Gabriel Peters, die bereits am Mittag in der U18-Verbandsklasse im Einsatz waren, löste man die Bezirksliga-Heimaufgabe gegen den VfL Oberjettingen mit Bravour. Während auf Herrenberger Seite Jochen Kugler fehlte (er spielte in der zweiten Mannschaft), mussten die Jettinger mit Stefan Haag, Niklas Hain und Werner Nüssle gleich auf drei Stammkräfte verzichten. Die 2:1-Führung der Gäste aus den Doppeln konterten die Herrenberger mit einem durchgehend erfolgreichen ersten Einzeldurchgang, was beim 7:2 zugleich die Vorentscheidung bedeutete. Jettingens Michael Knof konnte mit einem Fünfsatzsieg über Elmar Fallscheer noch für Ergebniskosmetik sorgen, danach erarbeiteten sich Michael Baier und Ralf Haug das Endresultat (9:3). Im Bezirkspokal ereilte den Herrenbergern das Aus: Beim SV Leonberg/Eltingen II setzte es mit einer Notaufstellung eine 0:4-Klatsche, die nach sage und schreibe dreißig Minuten bereits bittere Realität wurde.

In der Kreisliga B steht Aufsteiger VfL Herrenberg V in diesem Jahr vor einer großen sportlichen Herausforderung. Auch bei der SV Böblingen V war man recht weit von einem Unentschieden oder gar einem Sieg entfernt. Bei der 2:9-Niederlage setzten lediglich Mateo Prömmel und das Doppel Benjamin Kauffer/Philip Karges die Herrenberger Akzente. Im Bezirkspokal kam das Aus durch eine 0:4-Niederlage beim SV Magstadt II.

Das U 18-Team des VfL Herrenberg schrammte im Verbandsklasse-Heimspiel gegen den TTC Mühringen an einem Unentschieden vorbei, nach gut zwei Stunden musste der VfL-Nachwuchs mit 4:6 passen. Finn Hiemann unterlag in einem Schlüsselspiel hauchdünn gegen Niclas Schurr (11:9, 10:12, 8:11, 11:5 und 11:13). Dennoch hielt der Aufsteiger aus Herrenberg nach zwei starken Auftritten in den Doppeln sowie Erfolgen von Ahmad El Haj Ibrahim und Finn Hiemann bis zum 4:4 mit. In der Schlussphase ging dem VfL-Quartett dann aber die Luft aus.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 09.10.2019 VfL Herrenberg