Bericht 8. Spieltag VR

 

 

Die drei Auswärtspartien waren für die Herrenberger Tischtennisteams nicht erfolgsgekrönt. Während die Verbandsklasse-Männer in Staig sicherlich etwas zu hoch mit 3:9 unterlagen und die Bezirksliga-Frauen in Sindelfingen unter die Räder kamen, ergatterten wenigstens die Landesklasse-Männer in Leonberg einen Punkt, wenngleich sich dieses 8:8 dem Spielverlauf nach eher als Niederlage anfühlte.

„Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass wir das Spiel heute gewinnen“, sagte Andrew Schönhaar nicht ohne Grund. Zum einen präsentierte sich sein Herrenberger Team bislang in recht guter Verfassung und agierte in den meisten Spielen keineswegs als Abstiegskandidat, zum anderen trat der Gegner aus dem Bezirk Ulm ohne seinen 12-jährigen Jugendnationalspieler Manuel Prohaska und die etatmäßige Nummer drei Louis Häußler an. Dass es am Ende doch eine überraschend deutliche 3:9-Niederlage setzte, lag am starken Spitzenpaarkreuz der Staiger, die mit dem ehemaligen irakischen Jugendnationalspieler Muemin Waadallah und dem Nigerianer George Tunde Shoneye zwei Punktegaranten in ihren Reihen hatten. Dabei schnupperten Max Hering und Domenico Sanfilippo in ihren Einzeln gegen Shoneye durchaus an einem Punktgewinn. „Das Unheil nahm irgendwie schon in den Doppeln seinen Lauf“, sagte Andrew Schönhaar rückblickend, „unsere Gegner haben so gut wie keine Fehler gemacht.“ Trotzdem hielten Georg Gerlach und Piet Herr mit ihrem Erfolg gegen Jörg Schneider/Marc Lemke den VfL im Spiel. Für die positiven Momente aus Herrenberger Sicht zeichnete sich vornehmlich das mittlere Paarkreuz mit Max Reger und Andrew Schönhaar verantwortlich, das für den zwischenzeitlichen 3:4-Anschluss sorgte. Danach war es zu Ende mit der Herrenberger Herrlichkeit, die kommenden fünf Einzel gingen allesamt an die Staiger Oberligareserve. Drei davon mussten erst im entscheidenden fünften Durchgang abgegeben werden, dabei hatten vor allem Max Hering und Andrew Schönhaar (gegen Marc Schickler) bei diversen Matchbällen die Möglichkeit zur Resultatsverbesserung. Einen Tag nach der Niederlage, der dritten in Folge, trauerte Andrew Schönhaar noch dem misslungenen Auftritt in Staig hinterher: „Ich hoffe, dass dieses Spiel uns jetzt nicht runterzieht. Die zwei verpassten Punkte könnten uns am Ende fehlen.“ Bei nunmehr 4:8 Punkten besteht im Herrenberger Lager allerdings noch kein Grund, Trübsal zu blasen. Gelegenheit zum Punkten gibt es in der Vorrunde vor allem noch gegen Mitaufsteiger Schwendi und gegen Rottenburg.

Damir Stefanac, Mannschaftsführer der VfL-Männer II, war nach dem 8:8 seines Landesklasse-Teams beim SV Leonberg/Eltingen II alles andere als zufrieden. „Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir ein Unentschieden holen, hätte ich sofort eingeschlagen. Nach dem Spielverlauf muss man allerdings klar sagen, dass es ein verschenkter Punkt war.“ Ähnlich sah es Christian Götzner, dem vor allem die verpassten Spielgewinne am Spitzenpaarkreuz ein Dorn im Auge war. „Es wäre sicherlich mehr drin gewesen, vor allem in den Einzeln gegen Leonbergs Neuzugang Christopher Duben. Ich lag im fünften Satz mit 6:3 in Führung und brachte es nicht durch und Tim Sebastian ging es nicht viel anders, er hatte beim 10:8 zwei Matchbälle.“ So profitierte man in Herrenberg auch nicht allzu lange von der 3:0-Führung nach den Doppeln. Bis zum Gang ins Schlussdoppel punkteten auf VfL-Seite in Abwesenheit des verletzten Edgar Jüngling noch Jürgen Baier (2), Jochen Kugler (2) und Tobias Gawlitza. Christian Götzner und Jürgen Baier schafften es dann am Ende nicht, im Doppel gegen Adnan Kopic/Stefan Luu den siegbringenden neunten Zähler einzufahren, knapp mit 9:11 unterlagen sie im Entscheidungssatz. Mit weiterhin ausgeglichenem Punktekonto bleibt die VfL-Zweite auf dem vierten Rang. Aus den verbleibenden drei Vorrundenspielen soll zumindest noch gegen Schlusslicht SV Glatten gepunktet werden, um die recht gute Ausgangslage im Landesklasse-Mittelfeld nicht auf’s Spiel zu setzen. Bestbesetzung vorausgesetzt, will man sich auch gegen Oberhaugstett und Tabellenführer Gärtringen gut aus der Affäre ziehen.

Im Mittelfeld der Liga bleiben auch Herrenbergs Bezirksliga-Frauen, die im Derby beim VfL Sindelfingen IV auf verlorenem Posten standen und nach dem 1:8 den Kontakt zur Spitzengruppe abreissen lassen mussten. Nachdem Pia Kalmbach nur knapp gegen Sindelfingens Routinier Heide-Karin Streitmatter unterlag (1:11, 12:10, 11:7, 7:11 und 9:11), blieb es Mia Zottl beim Stand von 0:4 vorbehalten, den Herrenberger Ehrenpunkt zu ergattern. Die 25-jährige setzte sich glatt in drei Sätzen gegen Mareike Spiess durch.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 04.11.2019 VfL Herrenberg