Bericht 9. Spieltag VR

 

 

Die Verbandsklasse-Männer des VfL Herrenberg präsentierten sich bei Mitaufsteiger SF Schwendi gut erholt von den zuletzt nicht ganz so erfreulichen Auftritten, im letzten Auswärtsspiel der Vorrunde wurde ein klarer 9:3-Erfolg verbucht. Auch die Männer II in der Landesklasse verbesserten ihre Position mit 3:1 Punkten aus dem Doppelspieltag.

Andrew Schönhaar, zuletzt bei den Bezirksmeisterschaften im Einzel (Silber) und Doppel (Gold) erfolgreich, zeigte sich nach dem Auftritt in Schwendi begeistert vom Abschneiden des Herrenberger Teams. „Ich weiß nicht, wie sich unsere Gegner im aktuellen Ranking der Einzelspieler einordnen, aber gefühlt waren wir eine Klasse stärker“, zog der 28-jährige Bilanz, „es war jedenfalls ein hochverdienter Sieg und wir sammelten zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.“ Die Herrenberger gingen die Aufgabe im Oberschwäbischen hochkonzentriert an und viel hätte nicht zur optimalen 3:0-Führung nach den Doppeln gefehlt. Domenico Sanfilippo und Max Reger hielten die Partie gegen das Spitzendoppel der Sportfreunde aus Schwendi lange offen, mussten dann aber nach dem 7:11, 13:11, 4:11, 11:9 und 8:11 gratulieren. Das Bezirksmeisterdoppel Max Hering/Andrew Schönhaar und Georg Gerlach/Piet Herr blieben hingegen ohne Satzverlust. Die Geschichte in den Einzeln ist schnell zusammengefasst. Mit Ausnahme der Partien gegen Schwendis Topmann Tobias Mayr waren es grundsätzlich die Herrenberger, die als Sieger vom Tisch gingen. Und auch die Begegnungen gegen Mayr waren für den Gegner keine Selbstläufer: Max Hering zog nach vier Sätzen den kürzeren, Domenico Sanfilippo im spannendsten Spiel des Abends erst mit 9:11 im fünften Durchgang. So konnte der VfL das eminent wichtige Aufsteigerduell beim Schlusslicht mit 9:3 klar für sich entscheiden. Noch einmal Andrew Schönhaar: „Es war wichtig, dass wir hier ein Zeichen gesetzt haben und einen Konkurrenten auf Distanz gehalten haben. Wenn wir jetzt noch gegen Rottenburg punkten, können wir von einer gelungenen Vorrunde sprechen.“

Zwar wurde es beim Landesklasse-Team des VfL nichts mit den anvisierten vier Punkten, allerdings kann sich die Bilanz nach den Spielen in Glatten (9:3) und zuhause gegen Oberhaugstett (8:8) durchaus sehen lassen. In Glatten wurde dem sieglosen Schlusslicht beim Stand von 2:2 der Zahn gezogen, als Tim Sebastian, Elmar Fallscheer und Tobias Gawlitza ihre Einzel nach jeweils fünf Sätzen zu ihren Gunsten entschieden. Erfreulich aus Herrenberger Sicht, dass bei Spitzenspieler Tim Sebastian nach einem Saisonfehlstart von acht verlorenen Einzeln endlich der Knoten platzte. Auch ohne Christian Götzner, Edgar Jüngling und Jürgen Baier schafften es die Herrenberger, die Auswärtshürde Glatten unversehrt zu überspringen. In der Sonntagspartie gegen Oberhaugstett stand dann wenigstens Christian Götzner wieder im Kader, der im zweiten Durchgang gegen Marcel Sezginer für die wichtige 6:5-Führung seines VfL sorgte. Zuvor waren es Tim Sebastian, Damir Stefanac, Jochen Kugler und zwei Doppel, die punkteten. Der VfL rettete die Führung in das Schlussdoppel, in dem Christian Götzner und Jochen Kugler allerdings beim 9:11, 11:7, 9:11 und 4:11 gegen Marcel Sezginer/Hermann Schwenker klein beigeben mussten.

Für die Männer III war es im Grunde ein Wochenende zum Vergessen. Kapitän Jan Schmedding: „Eigentlich hatten wir beim Klassenleiter beantragt, an diesem Wochenende kein Spiel durchführen zu wollen, aber das ließ sich irgendwie nicht realisieren. Und verlegen ließen sich die Partien auch nicht.“ Da diverse Ersatzgestellungen nach oben notwendig waren, musste die VfL-Dritte das Spiel in Grafenau kampflos abgeben. Zur zweiten Partie in Gärtringen trat man an, musste allerdings eine 1:9-Schlappe hinnehmen. Für den einzigen Lichtblick sorgte der 14-jährige Finn Hiemann, der Gärtringens Wolfgang Barwig in die Knie zwingen konnte (siehe Gärtringer Bericht).

Die vierte Mannschaft, Tabellenführer der Kreisliga B, hatte im Stadtderby beim TSV Kuppingen IV wenig Probleme und gewann in der Aufstellung Yvon Lusseault, Gabriel Peters, Siddy Hinzke, Henry Göttler, Dominic Diechle und Philipp Karges mit 9:3. In den letzten Vorrundenpartien gegen Tischtennis Schönbuch III, Mötzingen III und Oberjettingen III will man die Herbstmeisterschaft unter Dach und Fach bringen.

Es hat den Anschein, dass das Herrenberger Seniorenteam in dieser Saison der SpVgg Weil der Stadt den Vortritt in Sachen Titelgewinn lassen müsste. Bei den stark aufgestellten Keplerstädtern unterlag der VfL klar mit 0:7. Einzig Martin Gerlach schnupperte an einem Punktgewinn. Dafür lief es für das Ü 40-Team des VfL im Heimspiel gegen Grafenau wie am Schnürchen. Martin Gerlach, Holger Salmon, Hans Sebastian und Talal El Haj Ibrahim setzten sich verdientermaßen mit 7:3 durch.

Das U 18-Team verkaufte sich als Aufsteiger gegen die beiden Teams des SC Staig äußerst ordentlich, konnte aber nur einen Zähler auf die Heimreise mitnehmen. Die Herrenberger Youngsters mussten gleich zwei Mal gegen die besten Talente des SC Staig antreten. Im Spiel gegen die erste Mannschaft des SC erwischte der VfL einen 2:0-Traumstart aus den Doppeln, doch glich der Gegner diesen Vorteil vor allem am hinteren Paarkreuz wieder aus, wo die jungen Herrenberger Mahmoud und Ahmad El Haj Ibrahim noch etwas Lehrgeld bezahlen mussten. So setzte es eine knappe 4:6-Niederlage, da lediglich Finn Hiemann seine Einzel gewinnen konnte. Auch im anschließenden Spiel gegen Staig II war Finn Hiemann nicht zu bezwingen, zudem gewann er mit Gabriel Peters auch das Doppel. Zwei weitere Zähler von Mahmoud El Haj Ibrahim und dessen Bruder Ahmad, jeweils gegen die gegnerische Nummer drei, sicherten dem Herrenberger Nachwuchs das verdiente Unentschieden. Mit 3:9 Punkten bleibt der VfL zwar weiterhin auf einem Abstiegsplatz, kann aber optimistisch dem wichtigen Kellerduell gegen Nusplingen entgegenblicken (23. November).

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 20.11.2019 VfL Herrenberg