Bericht 11. Spieltag VR

 

 

Der Erfolg des Landesklasse-Teams über den TTV Gärtringen stellte das übrige Punktspielprogramm des VfL Herrenberg in den Schatten. Dabei blieben auch dort die Erfolge nicht aus. Die vierte Mannschaft sicherte sich nach einem starken Doppelspieltag die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga B und auch die Bezirksliga-Frauen und die Verbandsklasse-Jungs fuhren Siege ein.

In der Männer-Landesklasse musste der bislang recht souverän durch die Saison marschierende TTV Gärtringen die erste Niederlage einstecken, die Herrenberger Zweite erwischte den Tabellenführer schlichtweg auf dem falschen Fuß. „Auf solch ein Ergebnis haben wir insgeheim spekuliert“, sagte nach der Partie Marcel Manis, dessen Team der SV Böblingen nunmehr punktgleich mit den Gärtringern an der Tabellenspitze steht. „Die vierwöchige Wettkampfpause hat uns nicht gut getan, wir waren heute insgesamt sehr morsch“, gab Gärtringens Ullrich Gotsch zu und lobte zudem den Gegner. „Die Herrenberger haben heute die richtige Strategie gewählt. Auch wenn sie nicht in Bestbesetzung antreten konnten, hatten sie bei der Auswahl der Ersatzspieler ein glückliches Händchen. Vor allem die Abwehrspieler Jochen Kugler und Finn Hiemann bereiteten unserem hinteren Paarkreuz Kopfzerbrechen.“ Einen Sahnetag erwischte zudem Herrenbergs Christian Götzner, der am Spitzenpaarkreuz sowohl gegen Lutz Wolkober als auch gegen TTV-Nummer eins Tomislav Konjuh über sich hinauswuchs und dem Favoriten den Zahn zog. Ohne Eberhard Schöffler und Wolfgang Barwig kamen die Gärtringer im Gäuderby nie richtig in Tritt. Besonders schmerzte das 10:12 des Doppels Tomislav Konjuh/Gerd Jäger gegen Edgar Jüngling/Martin Gerlach, das nach vergebenem Matchball zu Stande kam. Die Herrenberger Zweite verteidigte die knappe Führung aus den Doppeln bis zum 5:4, um dann mit zwei Siegen am Spitzenpaarkreuz vorentscheidend davon zu ziehen. „Selbst beim Stand von 4:7 aus unserer Sicht hatte ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, aber unser Gegner ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Das Fehlen der Herrenberger Tim Sebastian und Tobias Gawlitza entpuppte sich für uns im Grunde genommen zum Nachteil“, so Ullrich Gotsch, der sich direkt im Anschluss an die Partie mit seinen Teamkollegen recht enttäuscht zeigte. „Natürlich sind wir nach diesem 6:9 geknickt, aber wir müssen sagen, dass der Herrenberger Sieg verdient war. Der Blick wird nun nach vorne gerichtet“, zeigte sich Tomislav Konjuh wenige Stunden nach der Partie kämpferisch. „Nächste Woche wollen wir die Vorrunde erfolgreich zu Ende bringen und hoffentlich auf Position eins überwintern.“ Herrenbergs Kapitän Damir Stefanac brachte es am Ende auf den Punkt: „Wir fragen uns eigentlich, wie wir das schaffen konnten. Aber 34:22 Sätze sprechen eine deutliche Sprache, es lief einfach wie am Schnürchen bei uns.“

In der Kreisliga B stellt der VfL Herrenberg das beste Gäuteam. Dies mussten die Gegner VfL Oberjettingen III und Tischtennis Mötzingen III bei ihren Derby-Auftritten gegen die VfL-Vierte neidlos anerkennen. Die Herrenberger Yvon Lusseault, Sebastian Schuppel, Talal El Haj Ibrahim, Robert Tarabrin, Benjamin Kauffer und Philipp Karges stellten in Oberjettingen recht schnell die Weichen auf Sieg, da man alle drei Doppel gewinnen konnte. Am Ende gewann der VfL mit 9:3. Im Heimspiel gegen Mötzingen gestaltete sich der Start etwas holpriger (1:3), aber dann sorgten die fünf Einzelerfolge von Sebastian Schuppel, Siddy Hinzke, Talal El Haj Ibrahim, Bezirksmeister Mateo Prömmel und Dominic Diechle für die Wende. Letztendlich stand hier noch ein souveräner 9:4-Sieg zu Buche. Mit acht Siegen und einem Unentschieden beim Tabellenvierten Maichingen überwintert der VfL Herrenberg IV auf der Spitzenposition.

Im Derby der Herrenberger Fünften gegen Gärtringen V gelang es keinem der beiden Kellerkinder, sich in irgendeiner Form abzusetzen. Nach dem 8:8 im direkten Vergleich zieren beide Teams weiterhin sieglos das Tabellenende. Die Herrenberger hatten die schlagkräftigeren Doppel, die Gärtringer in Person von Patrik Bachman und Michael Gross das bessere mittlere Paarkreuz.

Die Herrenberger Damen erarbeiteten sich mittlerweile wieder ein positives Punktekonto, die Gäste von der SpVgg Aidlingen II erwiesen sich nur phasenweise als konkurrenzfähiger Gegner. Sonja Kugler, Corinna Thiele, Jacqueline Pirk und Annette Hettler gewannen nach knapp zwei Stunden Spielzeit überdeutlich mit 8:0 und festigten ihren Platz im vorderen Mittelfeld.

U 18-Aufsteiger VfL Herrenberg ließ mit einem 6:4-Sieg beim TSV Herrlingen aufhorchen, die Nichtabstiegsplätze in der höchsten Jugendspielklasse sind inzwischen in greifbarer Nähe. Bis zum Stand von 4:4 deutete alles auf eine Punkteteilung hin, dann sorgten die Brüder Ahmad und Mahmoud El Haj Ibrahim mit einem fulminanten Endspurt für den nicht unverdienten Gesamterfolg. Finn Hiemann blieb wieder einmal am Spitzenpaarkreuz ungeschlagen.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 01.12.2019 VfL Herrenberg