Bericht 12. Spieltag VR

 

 

Der Erfolg des Landesklasse-Teams über den TTV Gärtringen stellte das übrige Punktspielprogramm des VfL Herrenberg in den Schatten. Dabei blieben auch dort die Erfolge nicht aus. Die vierte Mannschaft sicherte sich nach einem starken Doppelspieltag die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga B und auch die Bezirksliga-Frauen und die Verbandsklasse-Jungs fuhren Siege ein.

In der Männer-Landesklasse musste der bislang recht souverän durch die Saison marschierende TTV Gärtringen die erste Niederlage einstecken, die Herrenberger Zweite erwischte den Tabellenführer schlichtweg auf dem falschen Fuß. „Auf solch ein Ergebnis haben wir insgeheim spekuliert“, sagte nach der Partie Marcel Manis, dessen Team der SV Böblingen nunmehr punktgleich mit den Gärtringern an der Tabellenspitze steht. „Die vierwöchige Wettkampfpause hat uns nicht gut getan, wir waren heute insgesamt sehr morsch“, gab Gärtringens Ullrich Gotsch zu und lobte zudem den Gegner. „Die Herrenberger haben heute die richtige Strategie gewählt. Auch wenn sie nicht in Bestbesetzung antreten konnten, hatten sie bei der Auswahl der Ersatzspieler ein glückliches Händchen. Vor allem die Abwehrspieler Jochen Kugler und Finn Hiemann bereiteten unserem hinteren Paarkreuz Kopfzerbrechen.“ Einen Sahnetag erwischte zudem Herrenbergs Christian Götzner, der am Spitzenpaarkreuz sowohl gegen Lutz Wolkober als auch gegen TTV-Nummer eins Tomislav Konjuh über sich hinauswuchs und dem Favoriten den Zahn zog. Ohne Eberhard Schöffler und Wolfgang Barwig kamen die Gärtringer im Gäuderby nie richtig in Tritt. Besonders schmerzte das 10:12 des Doppels Tomislav Konjuh/Gerd Jäger gegen Edgar Jüngling/Martin Gerlach, das nach vergebenem Matchball zu Stande kam. Die Herrenberger Zweite verteidigte die knappe Führung aus den Doppeln bis zum 5:4, um dann mit zwei Siegen am Spitzenpaarkreuz vorentscheidend davon zu ziehen. „Selbst beim Stand von 4:7 aus unserer Sicht hatte ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, aber unser Gegner ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Das Fehlen der Herrenberger Tim Sebastian und Tobias Gawlitza entpuppte sich für uns im Grunde genommen zum Nachteil“, so Ullrich Gotsch, der sich direkt im Anschluss an die Partie mit seinen Teamkollegen recht enttäuscht zeigte. „Natürlich sind wir nach diesem 6:9 geknickt, aber wir müssen sagen, dass der Herrenberger Sieg verdient war. Der Blick wird nun nach vorne gerichtet“, zeigte sich Tomislav Konjuh wenige Stunden nach der Partie kämpferisch. „Nächste Woche wollen wir die Vorrunde erfolgreich zu Ende bringen und hoffentlich auf Position eins überwintern.“ Herrenbergs Kapitän Damir Stefanac brachte es am Ende auf den Punkt: „Wir fragen uns eigentlich, wie wir das schaffen konnten. Aber 34:22 Sätze sprechen eine deutliche Sprache, es lief einfach wie am Schnürchen bei uns.“

Auf einem Mittelfeldplatz überwintern und die unteren Mannschaften eher von sich entfernen, das war das Ziel des Verbandsklasse-Aufsteigers VfL Herrenberg, der am vergangenen Wochenende in der heimischen Aischbachhalle einen Doppelspieltag absolvierte. Die beiden Gegner kamen dabei aus unterschiedlichen Tabellenregionen: Der TTC Ergenzingen streitet sich aktuell mit dem TSV Kuppingen II um Tabellenplatz zwei, der TV Rottenburg braucht jedes Pünktchen im Abstiegskampf. Mit genau dem möchte der VfL möglichst wenig zu tun haben.

Am Samstagabend erhoffte man sich zu Hause dann, gegen den Aufstiegsaspiranten aus Ergenzingen etwas Zählbares mitzunehmen. Nach zwei bitteren Pillen in den Doppeln, die die Herrenberger schlucken mussten, und klaren Niederlagen am vorderen Paarkreuz sah es zunächst einmal nicht danach aus. Doch mit dem weiteren Verlauf der Partie kam das Gäu-Team besser in die Spur: Im mittleren Paarkreuz ergatterten Andrew Schönhaar und Max Reger jeweils einen Punkt, hinten blieben Georg Gerlach und Piet Herr gänzlich ungeschlagen und steuerten somit vier Zähler bei. Letzterer behielt gleich zweimal im Entscheidungssatz die Nerven und sorgte beim Stand von 6:8 dafür, dass Max Hering und Andrew Schönhaar ins Schlussdoppel und die Heimmannschaft somit an einen Punktgewinn glauben durften. Das gegnerische Spitzendoppel Christoph Hörmann und Moritz Schulz war mit seiner 12:0-Bilanz allerdings eine Nummer zu groß. „Nach dem Spielverlauf wäre es schon eine Überraschung gewesen, wenn wir etwas mitgenommen hätten“, zog VfL-Punktegarant Georg Gerlach ein Fazit. Viel fehlte nicht zum Unentschieden, dennoch galt es nach dem Spiel, die knappe Niederlage schnell zu verdauen, um für das wichtige Abstiegsduell am Sonntagmorgen gegen den TV Rottenburg gewappnet zu sein. Der vorherige Abend schien auf der Seite des VfL Herrenberg schnell vergessen und man legte einen regelrechten Start nach Maß hin. Gleich alle drei Eingangsdoppel verbuchten Georg Gerlach und seine Mannschaftskollegen für sich. „Wir waren von Beginn an da und hochmotiviert. 3:0 aus den Doppeln ist natürlich ein exzellenter Start“, so Gerlach. Auch wenn am vorderen Paarkreuz mit Hinblick auf die Rückrunde noch Luft nach oben ist, war auf die Positionen drei bis sechs mehr als Verlass. Punkte von Andrew Schönhaar (1), Max Reger (2), Georg Gerlach (2) und Piet Herr (1) sorgten für den wichtigen Heimerfolg. Georg Gerlach weiß, was die Schlüsselspiele waren: „Max hat sich gegen Igor Bazilyuk von seiner besten Seite präsentiert und Piet stellte seine Nervenstärke im fünften Satz unter Beweis. Das waren zwei entscheidende Einzel auf dem Weg zum Sieg.“ Laut Gerlach überwiege insgesamt die Freude über die zwei wichtigen Punkte am letzten Hinrundenspieltag. Im neuen Jahr soll die Mission Klassenerhalt dann genauso couragiert fortgesetzt werden. Vor allem, wenn am vorderen Paarkreuz der Knoten platzt, ist der direkte Verbleib in der Verbandsklasse Süd ein überaus realistisches Ziel.

Die Herrenberger Dritte wollte den Vorrundenabschluss in der Bezirksliga gegen den Tabellennachbarn FSV Deufringen zwar noch einmal spannender gestalten, die unbeschwert aufspielenden Kontrahenten machte dem VfL da allerdings einen Strich durch die Rechnung und entführten durch ein klares 9:3 zwei Punkte aus der Aischbachhalle. Vor allem am vorderen Paarkreuz tat sich der VfL Herrenberg schwer. Für Elmar Fallscheer und Jochen Kugler war gegen Spitzenspieler Klaus Miethke und Thomas Bauer nichts zu holen, während es bei den beiden im Doppel noch erfolgreicher lief. Die Zähler zwei und drei steuerten Ralf Haug und Jan Schmedding bei. Letzterer behielt in einem umkämpften Spiel gegen Marcel Widemann die Nerven und entschied den fünften Satz mit 11:9 für sich. So überwintern die Herren III im Niemandsland der Tabelle auf Rang sieben. Gelingt es den Herrenbergern weiterhin, vier Mannschaften auf Distanz zu halten, brennt in der Rückrunde in puncto Klassenerhalt nichts mehr an.

Auch am letzten Vorrundenspieltag gelang es den Herren V des VfL Herrenberg in der Kreisliga B Nord nicht, den ersten Saisonsieg einzufahren. Gegen den TSV Höfingen II setzte es eine 9:4-Niederlage. Stark präsentierte sich jedoch Youngster Leo Hiemann, der sowohl das Doppel an der Seite von Philipp Karges als auch seine beiden Einzel am mittleren Paarkreuz gewann.

Gegen den direkten Tabellenkonkurrenten in der Bezirksliga SpVgg Weil der Stadt II gelang den Herrenberger Damen ein knapper Heimerfolg. Während man sich nach den letzten Begegnungen die Punkte teilte, konnte der VfL dieses Mal mit 8:5 die Oberhand behalten. Corinna Thiele, Pia Kalmbach und Jacqueline Pirk steuerten dabei jeweils zwei Zähler bei. Über die Winterpause belegen die Herrenbergerinnen damit Tabellenplatz drei.

Das U 18-Team des VfL Herrenberg erarbeitete sich nach zuletzt drei Siegen noch ein ausgeglichenes Punktekonto (9:9) in der Verbandsklasse, verbunden mit dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Finn Hiemann, Gabriel Peters, Ahmad El Haj Ibrahim und Leo Hiemann setzten sich im Mittelfeldduell gegen die SG Aulendorf mit 6:3 durch. Beim Stand von 4:3 waren es Gabriel Peters und Ahmad El Haj Ibrahim, die mit spannenden Fünfsatzerfolgen den Gesamtsieg für den couragiert aufspielenden Aufsteiger sicherstellten.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 09.12.2019 VfL Herrenberg