VfL Herrenberg Abt. Tischtennis - Saisonvorschau 2018/2019

 

 

Die erste Mannschaft des VfL Herrenberg kriegt ihr Fahrstuhl-Image nicht los, nach einem abermals einjährigen Aufenthalt in der Verbandsklasse geht es nun wieder in der Landesliga zu Werke. Der erneute Wiederaufstieg dürfte sich jedoch als schwieriges Unterfangen erweisen, wenngleich das Team zu den Mitfavoriten um den Titel zählt. Mit einer neu gemeldeten sechsten Herren-Mannschaft geht es beim VfL in der Kreisklasse in die neue Saison, so dass sich im Aktiven- und Jugendbereich ab dem kommenden Wochenende (15.09.2018) insgesamt zwölf Mannschaften im Punktspielgeschehen tummeln.

Eins ist sicher: Als Spieler der ersten Mannschaft kommt beim VfL Herrenberg grundsätzlich keine Langeweile auf. In der Saison 2015/2016 schnupperte das Team erstmals Verbandsklasse-Luft, zwei Jahre später noch einmal, doch in beiden Spielzeiten reichte es nicht zum Klassenerhalt. Mal stand der Abstiegskampf im Fokus, dann wieder das Rennen um den Titelgewinn. Nun geht es in der Landesliga wieder darum, im Kampf um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitzureden. Kapitän Max Hering: „Natürlich ist die TTG Leonberg/Eltingen von der Aufstellung her klarer Titelfavorit, aber vielleicht können wir das Team an einem guten Tag ja ärgern oder sie lassen auch mal woanders Federn. Aber wird bleiben dennoch realistisch und geben den direkten Wiederaufstieg nicht als unser Hauptziel aus.“ Für Kristian Tomsic, der nach nur einem Jahr seine Zelte in Herrenberg wieder abbrach, gesellt sich nun wieder Piet Herr ins Team. Der 18-jährige wird am mittleren Paarkreuz aufgestellt, vor ihm sind noch Domenico Sanfilippo, Andrew Schönhaar und Max Hering positioniert, dahinter Christian Götzner und Georg Gerlach. Am 23. September steigt die Premiere mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger TSV Betzingen, dem neuen Team des seitherigen Teamkollegen Kristian Tomsic.

Die Männer II klopften zuletzt nach einer beeindruckenden Runde sogar an die Landesliga-Tür, erst in der Aufstiegsrelegation musste der Landesklasse-Vizemeister dem TTC Birkenfeld (3:9) den Vortritt lassen. Mit einer ähnlich erfolgreichen Saison rechnet im Herrenberger Lager nunmehr niemand. „Den Titel werden vermutlich der SSV Schönmünzach und die Sindelfinger Zweite unter sich ausmachen“, sagt Herrenbergs Spielbetriebsleiter Jochen Kugler, der auf die Personalsituation beim VfL hinweist. „Unser Kapitän Damir Stefanac wird von Woche zu Woche gefordert sein, wenn es darum geht, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen. Tim Sebastian und Tobias Gawlitza studieren in Ulm beziehungsweise Karlsruhe und werden nicht alle Partien bestreiten können, außerdem steht Martin Gerlach nicht mehr zur Verfügung.“ Positiv stimmt die Tatsache, dass Routinier Edgar Jüngling nach seiner Hüftoperation und zwei verpassten Spielzeiten wieder ins Training eingestiegen ist. „Hier muss abgewartet werden, wie er mit der Wettkampfbelastung zurechtkommt“, so Kugler weiter. Neben Damir Stefanac sowie Tim Sebastian und Tobias Gawlitza bilden Justin Kühne und Jürgen Baier das Gerippe der Herrenberger Zweiten, die vermutlich von Woche zu Woche mit zumindest einem Akteur aus der dritten Mannschaft aufgestockt wird. Besonders gespannt sein darf man auf die Auftritte von Youngster Justin Kühne, der in den Ferien nicht untätig war. Bei den andro Kids Open in Düsseldorf, einem international hochklassig besetzten Jugendturnier, schaffte es der ehrgeizige 15-jährige im Einzel bis ins Halbfinale, unterlag dort einem starken Belgier und wurde somit Dritter. Zusätzlich nahm er auf Initiative des ehemaligen Mühringer Topspielers Marton Marsi an einem fünftägigen Trainingslager in Budapest teil. Am 22. September geht es für die VfL-Zweite gleich gegen Schönmünzach, am darauffolgenden Sonntag ist man klarer Favorit im Derby beim TTV Gärtringen II.

Jochen Kugler, Elmar Fallscheer, Dominik Glaser, Martin Lukas, Holger Salmon und Abteilungsleiter Stephan Dieterle-Lehmann sind die Stammspieler bei der Bezirksliga-Dritten, die zudem auf die Teilzeitkräfte Michael Baier, Jan Schmedding und Ralf Haug zurückgreifen können. VfL-Ikone Thomas Roll steht nach seinem in der letzten Rückrunde zugezogenen Achillessehnenriss erst einmal nicht zur Verfügung. Jochen Kugler: „Auf Grund der häufigen Ersatzgestellung an die Zweite muss es das Ziel sein, bereits in der Vorrunde ausreichend Punkte zu sammeln, um im weiteren Saisonverlauf nicht in Abstiegsnöte zu geraten.“ In der Rückrunde wird Youngster Dominik Glaser (Auslandsaufenthalt) nicht am Tisch stehen können. Böblingen II und Leonberg/Eltingen III gehören laut Kugler zu den Favoriten auf den Titelgewinn, im Herrenberger Lager hofft man auf einen soliden Mittelfeldplatz.

Aufgestiegen über die Relegation, wird es für die vierte Mannschaft in der Kreisliga A vom ersten Ballwechsel an ums sportliche Überleben gehen. Der neue Mannschaftsführer Yvon Lusseault kann in puncto Stammpersonal auf seinen Sohn Maurice sowie auf Talal El Haj Ibrahim, Adrijan Stanic, Siddy Hinzke, Henry Göttler, Steffen Hinzke und Michael Schrottwieser zählen. Aufgrund der Personalsituation in den oberen Mannschaften wird das Stammteam jedoch nicht allzu oft gemeinsam auflaufen können.

Thomas Schmidt als langjähriger Kapitän, Erich Roob, Werner Hettler, Albert Türk und Günter Baier bilden das Gerüst der fünften Mannschaft in der „Sicherheitsliga“. Da der VfL nach langer Zeit wieder eine sechste Mannschaft ins Leben gerufen hat, wird nunmehr in der Nordstaffel gespielt, was als Folge zahlreiche neue Gegner bedeutet und es schwer macht, eine Prognose zum Saisonverlauf zu stellen.

Mit einem Mix aus jungen Spielern, die primär ans Aktivengeschehen herangeführt werden sollen, zwei neu gemeldeten Spieler-Vätern (Hjalmar Hiemann und Heinrich Göttler) sowie diversen Damen-Ersatzspielerinnen steht Teamorganisator Georg Gerlach ein interessanter Pool an Akteuren für die sechste Mannschaft (Kreisklasse Süd) zur Verfügung. Man darf gespannt sein, wie sich das neue Herrenberger Team im üppigen Zehnerfeld aus der Affäre ziehen wird.

Seit einigen Jahren ist das Seniorenteam fester Bestandteil in der Bezirksliga der über 40-jährigen, zuletzt wurde man zwei Mal Vizemeister. Kapitän Harald Schneider stehen - bis auf Thomas Roll - die altbewährten Spieler aus den vergangenen Seniorenspielrunden mit Martin Gerlach, Jürgen Baier, Jochen Kugler, Holger Salmon, Edgar Jüngling und Hans Sebastian zur Verfügung. Lediglich vier Teams nehmen in diesem Jahr an der Punktspielrunde teil, so dass sich der zeitliche Aufwand in Grenzen hält.

Ohne Doreen Pfander, die nach ihrem abgeschlossenen Masterstudium berufsbedingt kürzer treten wird, gehen die Damen I in die kommende Mammut-Saison mit insgesamt achtzehn Spielen. Auch wenn am Ende kein Team absteigen wird, so wollen Sonja Kugler, Corinna Thiele, Pia Kalmbach, Jacqueline Pirk, Annette Hettler und Mia Zottl vorrangig keine rote Laterne in ihrem Besitz haben.

Im Jugendbereich ist man derzeit dabei, sich etwas neu zu positionieren. Dies gilt vor allem für die erste Jungen-Mannschaft, die trotz vorausgegangenem vierten Platz in der Verbandsklasse nun eine Etage tiefer in der Landesklasse ins Rennen geht. Was sich unter anderem auch durch den Vereinswechsel von Florian Lukas (zur SV Böblingen) begründet. Zudem werden die noch in der Jugend spielberechtigten Talente Justin Kühne, Adrijan Stanic und Maurice Lusseault vornehmlich in den Herrenteams zum Einsatz kommen. Die Stammformation bilden Finn Hiemann, Felix Lusseault, Gabriel Peters und Leo Hiemann. Mit drei weiteren Teams in der Bezirksliga, der Kreisliga B und im U 12-Minibereich kann man im Herrenberger Nachwuchsbereich weiter optimistisch in die Zukunft schauen.

Thomas Holzapfel


 
Home | Aktuell | Abteilungsinfos | Mannschaften | Anfahrtsweg | Gästebuch | Links
 
Seitenanfang Letzte Änderung am 10.09.2018 VfL Herrenberg