Vorbericht 1. Spieltag RR

 

 

Mal Außenseiter, mal Favorit – zum Rückrundenauftakt stehen die Herrenberger Teams vor unterschiedlich gearteten Aufgaben. Das größte Interesse weckt sicherlich das Verbandsklasse-Derby der VfL-Ersten in Sindelfingen, wo man wie in der Vorrunde auf eine spannende Partie hofft. Die Männer II in der Landesklasse gehen optimistisch in den Doppelspieltag gegen die Abstiegskandidaten aus Glatten und Gärtringen.

„Wir haben in der Vorrunde gezeigt, dass wir auch in einer Außenseiterrolle in der Lage sind, gegen spielstarke Konkurrenz zu bestehen“, sagte Kristian Tomsic vom Verbandsklasse-Team des VfL Herrenberg vor dem interessanten Derby beim ambitionierten VfL Sindelfingen (Sonntag, 10 Uhr, Sommerhofenhalle). Im Hinspiel hatte der Aufsteiger das durchaus verdiente Unentschieden auf dem Schläger, aber das Schlussdoppel mit Domenico Sanfilippo und Georg Gerlach brachte eine 2:0-Satzführung nicht durch und die Sindelfinger zogen beim 9:7 den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Im Grunde genommen ging es bei den Herrenbergern von diesem Zeitpunkt an abwärts. Es folgten sechs Niederlagen, die den Neuling wieder in den Tabellenkeller abrutschen ließen. Mit 4:14 Punkten befindet man sich nun in geselliger Runde mit vier weiteren Mannschaften, die in den nächsten Wochen um den Klassenerhalt kämpfen werden. „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“, so Tomsic weiter. Der Herrenberger Neuzugang darf sich nun im Konzert der Großen am vorderen Paarkreuz versuchen, dafür rückt Teamkollege Andrew Schönhaar ins mittlere Paarkreuz. Beide befanden sich zuletzt bereits in guter Frühform, als sie zusammen das Augstberg-Wanderpokalturnier in Steinhilben (bei Trochtelfingen) gewannen. Im Endspiel setzten sie sich gegen das Geschwisterpaar Marc und Anja Skokanitsch (TuS Metzingen) mit 3:2 durch.

Mit entscheidend für den Ausgang der Partie in Sindelfingen ist die Aufstellung der Sindelfinger, die mit ihren Neuzugängen Ivan Takac und Jürgen Beisswanger mittlerweile personell aus dem Vollen schöpfen können und unübersehbar alles daran setzen, den Aufstieg in die Verbandsliga zu realisieren. Noch einmal Kristian Tomsic: „Dennoch bin ich positiv gestimmt. Unser Team hat in den letzten Wochen im Training richtig Gas gegeben. Ich denke, dass wir uns gegenüber der Vorrunde etwas verbessern konnten.“ Am hinteren Paarkreuz ist Christian Götzner neu im Team, er rückte auf Grund des besseren Rankings vor Youngster Piet Herr, der in der Rückrunde in der Landesklasse-Zweiten aufschlägt.

Neben Piet Herr steht mit Justin Kühne ein weiterer Youngster in der Aufstellung des VfL Herrenberg II, der zum Auftakt einen erfolgreichen Doppelspieltag absolvieren will. Bevor es am Sonntag zum Gäuderby nach Gärtringen geht, macht am Samstag das abstiegsgefährdete Team aus Glatten seine Aufwartung in der Aischbachhalle (Beginn 18 Uhr). Hier darf man vor allem gespannt sein, wie sich Piet Herr am vorderen Paarkreuz gegen den unangenehm zu spielenden Erkan Kiris aus der Affäre ziehen wird. Ungeachtet dieses Einzels stellt der VfL Herrenberg, der eine bravouröse erste Saisonhälfte absolvierte, in Summe die qualitativ bessere Mannschaft und sollte in der Lage sein, den achten Saisonsieg einzufahren. Dasselbe gilt für die Partie am Sonntag in Gärtringen (10 Uhr, Peter-Rosegger-Halle).

Die Männer III stehen in der Bezirksliga vor einer sorgenfreien Rückrunde, bei 10:8 Punkten ist der Abstand zu den Spitzenteams zu groß, ebenso dürfte nach hinten nichts mehr anbrennen. Dem FSV Deufringen (9:9) geht es ähnlich, so dass mit einer nicht unbedingt zwanglosen, aber auf jeden Fall abwechslungsreichen Partie zu rechnen sein dürfte. Sollten die Deufringer mit Topmann Klaus Miethke im Gäu antreten, dürfte dies die Aufgabe für den VfL ungleich schwerer machen. In der Vorrunde trennten sich die beiden Teams nach großem Kampf mit 8:8, vieles spricht abermals für eine ausgeglichene Partie.

Herrenberg V gegen Mötzingen III lautet die Auftaktpartie in der Kreisklasse für Vierermannschaften. Die Aussicht für den VfL ist verlockend: Sollte der Vorletzte seine Partie gewinnen (Samstag, 18 Uhr, Aischbachhalle), könnte man drei Plätze gut machen. Einen Sprung nach vorne könnten zeitgleich auch die Damen des VfL tätigen, wenn es ihnen gelingt, Schlusslicht VfB Cresbach-Waldachtal in die Schranken zu weisen. Geht der Schuss nach hinten los, würden die Schwarzwälderinnen die rote Laterne im Gäu lassen. Jacqueline Pirk & Co. sind gewarnt, in der Vorrunde gab es beim 2:8 gegen den VfB so gut wie nichts zu holen.

Für das Spitzenspiel des Wochenendes zeigen sich am Samstag die U 18-Jungen in der Verbandsklasse verantwortlich. Der Viertplatzierte aus Herrenberg mit seinem württembergischen Jahrgangsmeister Justin Kühne bekommt es mit dem bislang ungeschlagenen Herbstmeister SV Leonberg/Eltingen zu tun (12 Uhr, Sporthalle Ostertag-Realschule, Leonberg-Eltingen). In der Vorrunde sahen die Herrenberger Youngster beim 1:6 nicht allzu gut aus, nun will man die Partie möglichst offener gestalten.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 25.01.2018 VfL Herrenberg