Vorbericht 8. Spieltag VR

 

 

Neben dem Derby der Landesliga-Männer in Gärtringen stehen die Tischtennisteams des VfL Herrenberg am Wochenende vor vier weiteren Auswärtsaufgaben mit unterschiedlicher Brisanz. Die Landesklasse-Männer wollen sich dabei beim abstiegsbedrohten SV Glatten behaupten, die Bezirksliga-Frauen in Baiersbronn und in den Spielklassen auf Bezirksebene geht es zudem nach Kuppingen und Gebersheim.

Aktuell in Gärtringen von einer Alarmsituation zu sprechen, wäre angesichts des frühen Zeitpunkts der Saison wahrlich noch nicht angebracht, dennoch gibt es momentan kein Männerteam im TTV, das nicht von Abstiegssorgen geplagt ist. TTV-Routinier Jürgen Bögel ließ zuletzt mit einem Satz aufhorchen, der dem einen oder anderen Mitglied ins Mark fuhr: „Wenn es richtig schlecht läuft, dann steigen am Saisonende alle unsere fünf Männerteams ab.“ Soweit soll es natürlich nicht kommen und dementsprechend fokussiert blickt man im Gärtringer Lager den anstehenden Aufgaben entgegen. Die Landesliga-Männer haben im Derby gegen den VfL Herrenberg sicherlich weniger zu verlieren als die Gäste, die ihrerseits zuletzt einen Dämpfer gegen Kuppingen II hinnehmen mussten und nun mit aller Macht versuchen werden, den Kontakt zu den beiden verlustpunktfreien Teams aus Leonberg/Eltingen und Kuppingen nicht abreissen zu lassen. „Wir wollen in Gärtringen gewinnen, um uns dann in Ruhe auf das Spitzenspiel gegen Leonberg vorbereiten zu können“, sagte VfL-Nummer sechs Georg Gerlach zuletzt. Der 18-jährige Piet Herr, der es am mittleren Paarkreuz unter anderem mit Gärtringens Routinier Ullrich Gotsch zu tun bekommt, freut sich auf das sportliche Treffen mit vielen Bekannten: „Wir verstehen uns alle recht gut und es gibt immer spannende Spiele. Natürlich freue ich mich auf das Wiedersehen mit Tim Holzapfel, mit dem ich ja schon gemeinsam in der Mannschaft spielte und mit dem ich zuletzt auch öfter mal trainierte.“ Was der sportliche Ausblick auf die Partie gegen die noch sieglosen Gärtringer angeht, hält Piet Herr den Ball flach. „Ich würde uns nicht direkt als klaren Favoriten sehen, aber wir haben natürlich eine gute Chance. Wenn wir mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln gehen können und die Spiele am vorderen und mittleren Paarkreuz ausgeglichen gestalten können, haben Georg Gerlach und Christian Götzner an den hinteren Positionen sicherlich die Möglichkeit, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden.“ Der 21-jährige Tim Holzapfel, der mittlerweile sein dreimonatiges Praktikum bei Burda Medien in Hamburg beendet hat, geht mit einer ähnlichen Vorfreude in die Partie, siehe die Favoritenrolle aber klar vergeben: „Ein Gäuderby ist natürlich immer etwas besonderes und der eine oder andere ist vielleicht noch etwas motivierter als sonst. Ich sehe die Herrenberger an jedem Paarkreuz als etwas besser an, so dass es schon perfekt laufen muss, wenn wir etwas mitnehmen wollen.“ Bangen musste man im Gärtringer Lager zuletzt um den Einsatz von Lutz Wolkober (Kniebeschwerden), bei einem momentan achtköpfigen Kader würde jedoch adäquater Ersatz zur Verfügung stehen. Spielbeginn ist am Samstag um 18 Uhr in der Gärtringer Peter-Rosegger-Halle.

Auch wenn der SV Glatten punktemäßig deutlich schlechter da steht als die Herrenberger Zweite, so ist die Landesklasse-Auswärtsaufgabe bei den Nordschwarzwäldern (2:8 Punkte) doch deutlich ernst zu nehmen. Erst recht, wenn der SV mit Matthias Krammer und dem nach seiner Verletzung wiedergenesenen Erkan Kiris mit voller Kapelle antreten sollte mit dem Ziel, dem Favoriten möglichst das Leben schwer zu machen (Samstag, 18:30 Uhr, Glatttalhalle). Bei den Herrenbergern überzeugten zuletzt am vorderen Paarkreuz Justin Kühne und auch Kapitän Damir Stefanac, der in Vertretung von Spitzenspieler Tim Sebastian gute Auftritte gegen die gegnerischen Topleute hatte. Edgar Jüngling befindet sich nach seiner Hüft-Operation wieder auf dem Weg zu alter Form und stellt mit Jürgen Baier ein effektives mittleres Paarkreuz. Zudem kann der VfL mit Youngster Tobias Gawlitza und Jochen Kugler eines der besseren hintere Paarkreuze der Liga aufbieten. In Normalform sollte der VfL in der Lage sein, die schwere Auswärtshürde im Heimatort von Fußballtrainer Jürgen Klopp erfolgreich zu meistern.

Den starken Schlussdoppeln war es zuletzt zu verdanken, dass sich Aufsteiger VfL Herrenberg IV in der Kreisliga A im oberen Drittel festsetzen konnte, die bisher erzielten 7:1 Punkte sind aller Ehren wert. Nur die SpVgg Aidlingen und der TSV Kuppingen III sind im Moment noch besser platziert, wobei diese beiden Mannschaften im Vorfeld auch in den Kreis der Favoriten gehoben wurden. In der Kuppinger Sporthalle kommt es am Samstag um 18:30 Uhr zum Stadtderby und zugleich Spitzenspiel. Mit Patrick Hassler, Alexandros Kalpakidis, Ronnie Lang und Felix Seitz hat der TSV vier Akteure im Aufgebot, die allesamt mit überdurchschnittlich guten Quoten aufwarten. Der VfL um Youngster Maurice Lusseault wird sicherlich Mühe haben, hier Schritt zu halten.

Die Männer V agierten in der Kreisklasse für Viererteams bislang in überzeugender Manier. Lediglich beim Krimi in Renningen (7:5) wurde es spannend, doch die weiße Weste hat weiterhin Bestand. Steffen Hinzke und Michael Schrottwieser ließen sich in den Einzeln bislang noch nicht bezwingen, bekommen aber nun beim SV Gebersheim III (Sonntag, 10 Uhr, Gäublickhalle) spielstarke Konkurrenz vor die Nase gesetzt.

Die Bezirksliga-Frauen freuen sich in Baiersbronn wieder darauf, den Schläger aus der Tasche kramen zu dürfen, zuletzt gab es bekanntlich zwei kampflos ergatterte Pluspunkte durch das Nichtantreten des Gegners. Das junge Team aus Baiersbronn spielte im Vorjahr noch in der Mädchen-Landesliga und will nun im Erwachsenenbereich Fuß fassen. Bei 2:8 Punkten gelang dies bislang nur ansatzweise. Spielbeginn ist am Samstag um 15 Uhr in der Baiersbronner Wilhelm-Münster-Halle).

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 01.11.2018 VfL Herrenberg