Vorbericht 6. Spieltag VR

 

 

Ein Husarenstreich gegen Böblingen und eine doch recht schmerzhafte, weil knappe Niederlage gegen den SSV Reutlingen – Verbandsklasse-Aufsteiger VfL Herrenberg ist mit wechselnder Gefühlslage in die neue Saison gestattet. Das Gäuteam hofft am Sonntag beim heimstarken TV Calmbach auf eine abermals offene Partie. Drei weitere Partien in den Bezirksspielklassen runden das Wochenendprogramm der Herrenberger Tischtennis-Aktiven ab.

Eine Stärke der Herrenberger Männer I ist seit vielen Jahren die Kontinuität innerhalb des Teams. Nur in den seltensten Fällen tritt der VfL nicht in Stammbesetzung an, auf Grund der regelmäßigen Spielbereitschaft der Protagonisten ist dementsprechend gut zu planen und zudem ist für eingespielte Doppel garantiert. Was auch der Vergleich mit dem kommenden Gegner untermauert: Während die Herrenberger als Liga-Neuling bislang mit einer 4:3-Quote in den Doppeln bilanzierten, kommt der TV Calmbach lediglich auf eine 2:7-Quote. Ob sich dies auch am Sonntag (Beginn 10:30 Uhr) in der altehrwürdigen Turnhalle in Wildbad-Calmbach positiv auswirken wird? Die Enztäler mit den starken Metzler-Brüdern, die vor traditionell stattlicher Kulisse als sehr heimstark bekannt sind, mussten bereits zu Beginn der Saison eine Kröte schlucken. Die Verpflichtung des peruanischen Jungnationalspielers Jhon Loli war fast schon in trockenen Tüchern, platzte aber auf Grund des eingelegten Vetos des peruanischen Verbands drei Tage vor dem geplanten Abflug nach Deutschland. Jhon Loli sei ein wichtiges Mitglied der peruanischen Nationalmannschaft und dementsprechend unabkömmlich. „Das traf uns hart, jetzt spielen wir tendenziell nur noch um den Klassenverbleib", sagte Frank Metzler, Schriftführer der Calmbacher Tischtennisabteilung. Ein Saisonziel, das durchaus realistisch erscheint. Vergangene Saison reichte es auch ohne Loli zu Rang sechs.

Für die Herrenberger scheint es sich mit dem TVC auf jeden Fall um einen Gegner in Reichweite zu handeln. Auch Kapitän Max Hering schätzt das so ein. „Ich denke, es handelt sich hier um ein 50:50-Spiel, allerhöchstens 60:40 für die Calmbacher. Wir haben auf jeden Fall gute Chancen, aus Calmbach etwas mitzunehmen, zumal beim Gegner nach meinem Kenntnisstand Markus Buck fehlen wird.“ Max Hering hofft, dass er und VfL-Nummer eins Domenico Sanfilippo am vorderen Paarkreuz gegen Christian und Daniel Metzler nicht gänzlich leer ausgehen werden. An den anderen Positionen sind die Herrenberger sicherlich nicht schlechter aufgestellt als der Gegner. So oder so ist mit einer spannenden Auseinandersetzung zu rechnen. Sollte den Herrenbergern der zweite Coup in dieser Saison gelingen, könnten die kommenden, ebenfalls nicht leichten Aufgaben deutlich entspannter angegangen werden.

Die Bezirksliga-Männer sind mit dem Ziel in die Saison gegangen, so schnell wie möglich die notwendigen Zähler einzusammeln, die für den Klassenerhalt benötigt werden. Mit derzeit 4:4 Punkten kann Kapitän Jan Schmedding nun eine durchaus positive Zwischenbilanz ziehen. Wenn es nach den Herrenberger Verantwortlichen geht, soll am Samstag gegen die Tischtennisfreunde aus Schönaich der dritte Saisonsieg eingefahren werden (18 Uhr, Aischbachhalle). Die Schönaicher waren unter der Woche beim 0:4 im Bezirkspokal gegen das Landesklasse-Team des TTV Gärtringen chancenlos, allerdings pausierte dabei das aktuelle Spitzenpaarkreuz mit Michael Doth und Simon Ulmer. In der Liga sind die Schönaicher mit 1:7 Punkten leicht im Hintertreffen, so dass diesbezüglich der Druck etwas steigt. In Bestbesetzung mit Elmar Fallscheer und Jochen Kugler hoffen die Herrenberger, sich dem Widerstand erwehren zu können.

Als einziges Team der Kreisliga B-Süd sind die VfL-Männer V noch ohne Punktverlust, allerdings ging es bis jetzt auch noch nicht gegen die stärksten Teams der Liga. Der TTC Breitenstein als Vorjahressiebter hat offensichtlich auch keine Ambitionen auf eine Spitzenplatzierung, so dass der VfL mit seinem eifrigen Punktesammler Siddy Hinzke im Normalfall seiner Favoritenrolle gerecht werden sollten (Samstag, 18 Uhr, Aischbachhalle).

Die Männer V (Kreisliga B-Nord) können da nur neidisch in die Parallelgruppe zur eigenen Vierten blicken, schließlich wartet der Aufsteiger auch nach fünf Spieltagen weiterhin auf den ersten Pluspunkt. Abgesehen vom etwas knapperen 5:9 gegen Rutesheim bekamen die Herrenberger bislang deutlich die Grenzen aufgezeigt. Am Samstag bei der SpVgg Warmbronn II (18 Uhr, Staigwaldhalle) trifft man auf einen Gegner, der mit 4:6 Punkten noch nicht allzuviele Bäume ausgerissen hat. Ob Werner Hettler mit seinem Team diesmal Paroli bieten kann?

Das U 18-Team des VfL, gerade in die Verbandsklasse zurückgekehrt, muss am Samstag bereits um 11 Uhr im Böblinger Tischtenniszentrum antanzen, wo es gegen den Titelverteidiger geht. Das SVB-Team ist mit zwei Unentschieden gegen Staig und Staig II eher mäßig in die Liga gestartet und wird nun mit einer gewissen Portion Wut im Bauch in das erste Heimspiel gehen. Finn Hiemann und seine Kameraden werden sich in der zuletzt doch recht kalten Böblinger Halle so oder so warm anziehen müssen.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 17.10.2019 VfL Herrenberg