Vorbericht 7. Spieltag VR

 

 

Gleich fünf Mal gilt es für die Herrenberger Tischtennisteams am Wochenende, aus fremden Hallen die Punkte zu entführen. Dabei geht es mit recht unterschiedlicher Erwartungshaltung in die Auswärtsspiele. Das einzige Heimspiel des VfL hat es ebenfalls in sich: Die Verbandsklasse-Männer treffen zum fälligen Stadtduell auf Mitaufsteiger TSV Kuppingen II.

Die beiden Männerteams aus Herrenberg und Kuppingen können mit dem Saisonstart mehr als zufrieden sein, als Neulinge sind sie aktuell auf den Plätzen drei und vier positioniert. Wenn es nach den Verantwortlichen bei VfL und TSV geht, darf sich dieser positive Trend durchaus fortsetzen, wenngleich zugegeben werden muss, dass die Tabellenlage zu einem solch frühen Zeitpunkt der Saison noch keinen Aufschluss über die spätere Endplatzierung geben dürfte. Deshalb gilt vor allem für die Herrenberger, die mit 4:2 Punkten einen tollen Start hingelegt haben, weiter fleißig Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Den Kuppingern um Spitzenspieler Aleksandar Blagojevic wird sowieso zugetraut, sich komplett aus dem Abstiegskampf heraushalten zu können. Der TSV stellt ein ausgeglichen starkes Team, bei dem das hintere Paarkreuz mit Davorin Pongrac und Petar Knezevic sogar noch etwas heraussticht. Gerade auf die Partien dieser beiden darf man im Stadtderby gespannt sein, denn mit dem bislang noch ungeschlagenen Georg Gerlach und Youngster Piet Herr scheint der VfL an den hinteren Positionen durchaus konkurrenzfähig zu sein. Georg Gerlach: „Natürlich ist unser Gegner bestückt mit starken Spielern, da wird es für uns schwer, Schritt zu halten. Am ehesten sehe ich unsere Chancen hier in der Mitte, wo unser Neuzugang Max Reger immer stärker wird und zuletzt auch Andrew Schönhaar auftrumpfte.“ Die beiden treffen auf Fatih Kanli und den ehemaligen Herrenberger Justin Kühne, der bekanntlich zu Saisonbeginn die Fronten wechselte und bei den Kuppingern anheuerte. Und für den diese Partie dadurch eine besondere Brisanz birgt. Noch einmal Georg Gerlach: „Wenn wir gut in die Partie starten und die eine oder andere Überraschung in den Doppeln und am vorderen Paarkreuz landen könnten, wird’s vielleicht ein enges Spiel. Der TSV ist allerdings der klare Favorit.“ Spielbeginn ist am Samstag um 18 Uhr in der Herrenberger Aischbachhalle.

Hofft man gegen die Kuppinger auf ein ansprechendes Ergebnis, ist die Erwartungshaltung der Herrenberger vor dem Sonntagsspiel beim SV Deuchelried eher gering. „Ich denke, dass die Deuchelrieder am Ende Meister werden“, sagt Georg Gerlach, „sie haben einfach eine bärenstarke Mannschaft, was sich auch in den bisherigen Ergebnissen widerspiegelte. Vor allem am mittleren und hinteren Paarkreuz sind die Allgäuer nur schwer zu bezwingen.“ Dieses Statement wird von den Fakten bestätigt: Christoph Dreier und Markus Schupp haben noch kein Einzel verloren und auch Routinier Karl Dachs und Constantin Richter haben fleißig gepunktet. Erschwerend kommt für die Herrenberger hinzu, dass auch Deuchelrieds Nummer eins Daniel Reisch mit einer 6:1-Quote eine starke Zwischenbilanz ziehen kann. Dennoch wollen die Herrenberger am Sonntag versuchen, dem Titelanwärter so lange wie möglich Paroli zu bieten (11 Uhr, Schulsporthalle Wange-Deuchelried).

Im Spiel der Herrenberger Zweiten bei der SV Böblingen II (Samstag, 18 Uhr, Tischtenniszentrum am Silberweg) geht es um die Vormachtstellung im oberen Drittel der Landesklasse-Tabelle. Beide Teams wurden bereits vor der Saison in dieser Tabellenregion erwartet, nun wird sich zeigen, wer am ehesten noch Tabellenprimus TTV Gärtringen auf den Fersen bleiben kann. Die Böblinger hatten zuletzt mit Youngster Alexander Sverdlik, Dimitri Hecht und dem noch unbesiegten Timo Jagenteufel ihre Trümpfe im Team, beim VfL überzeugten vor allem Edgar Jüngling, Jürgen „Jojo“ Baier und Tobias Gawlitza. In den Doppeln glänzten die Herrenberger bislang mehr als die Verbandsklasse-Reserve der SVB. Vieles spricht für einen offenen Schlagabtausch, bei dem am Ende die Tagesform zum entscheidenden Faktor werden dürfte.

In der Bezirksliga darf man gespannt sein, ob es der VfL Herrenberg III schafft, bei Titelfavorit SpVgg Weil der Stadt II (Sonntag, 10 Uhr, Sporthalle Johannes Kepler-Gymnasium) mitreden zu können. Die Weil der Städter mit ihrem Topmann Sebastian Schulz sind bislang mit sechs Siegen durch die Vorrunde marschiert, einzig beim 9:7 zuletzt gegen Böblingen III klappte es erst mit der Entscheidung im Schlussdoppel. Sollten die Herrenberger in Bestbesetzung antreten können, ist ihnen einiges zuzutrauen. Youngster Finn Hiemann hat bislang noch kein Einzel verloren, mit seinem schwer ausrechenbaren Defensivspiel bereichert der VfL-Jugendspieler die Liga.

Vier Spiele, vier Siege – die bisherigen Auftritte der Männer IV in der Kreisliga B-Süd konnten sich sehen lassen. Am Samstag ist der Tabellenführer über Maßen gefordert, wenn es zum Zweiten GSV Maichingen (18 Uhr, Turnhalle Johannes-Widmann-Schule) geht, der mit 8:2 Punkten ebenfalls Ambitionen auf einen Spitzenplatz hegt. Viel wird davon abhängen, ob die Herrenberger Personal in die höherklassigen Teams abstellen müssen. Falls nicht, spricht nichts gegen eine Fortsetzung der Erfolgsserie.

Die Bezirksliga-Frauen um Jacqueline Pirk wollen am Samstag einen erfolgreichen Trip in den Schwarzwald unternehmen, um den Kontakt zur Spitzengruppe aufzunehmen. Voraussetzung hierfür wäre ein doppelter Punktgewinn beim VfB Cresbach-Waldachtal (16 Uhr, Sporthalle Cresbach), der zwar noch ohne Sieg ist, aber mit einem 7:7 gegen Sindelfingen IV aufhorchen ließ.

Thomas Holzapfel


 
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Seitenanfang Letzte Änderung am 25.10.2019 VfL Herrenberg